26. Oktober 2009

Ulliiiiiie!

Sonntag, kurz vor halb Vier erreicht die Redaktion den Dreesgen und vermutet beim Anblick des Trainers, der an der Seitenlinie engagiert seine Unzufriedenheit erkennen lässt, dass das Spiel der Gadderbäumlinge gegen die gastierende TG aus Hörste bislang etwas zu Wünschen übrig lässt. Und in der Tat lassen die bisherigen Geschehnisse wenig Freude aufkommen, Cetin informiert mich in knappen Worten über die (von mir verpassten) Ereignisse: Gegentreffer zum 0:1 kassiert, Elfmeter verschossen, gelb-rote Karte für den Gegner, trotz numerischer Überlegenheit (abgesehen vom Elfer) keine eigene Torchance… soweit, so schlecht. Das mit den eigenen Torgelegenheiten sollte sich im weiteren Verlauf der Partie glücklicherweise grundlegend ändern, das mit den Platzverweisen für die Sportsfreunde aus Hörste eher nicht. Ein Kurzbericht:

Der SV Gadderbaum spielte diesesmal wieder ein 4-3-3-System mit Doppel-Sechs und Außenstürmern (namentlich: Sepp – Jaîme, Luschi, Dennis, Dammi – Daniel, Holle – Basti – Simon, Robin, Adrian) und erarbeitete sich in den 60 Minuten des Spiels, die der Autor gesehen hat (30. bis Abpfiff) eine permanente Feldüberlegenheit, jedoch ohne dabei spielerisch zu glänzen (oder sich wenigstens spielerisch besonders geschickt zu verhalten, die Betonung liegt ganz eindeutig auf ‘erarbeiten’). Für das Zustandekommen des deutlichen (und letztendlich auch leistungsgerechten¹) 7:1-Erfolgs war das Entgegenkommen der Jahnjünger, die sich durch wiederholte Undiszipliniertheiten (böse Zungen könnten das auch als ‘permanentes demonstrieren vorrübergehender geistiger Umnachtung’ formulieren) gleich reihenweise selbst vom Platz stellten, sicherlich mindestens hilfreich, vielleicht auch entscheidend. Es wäre bestimmt interessant gewesen, zu sehen, wie sich das Spiel bei zahlenmäßiger Egalität entwickelt hätte. So war die Partie mit dem zweiten, spätestens mit dem dritten Platzverweis gegen die Hörster Kicker entschieden, nur die Höhe des Gadderbaumer Sieges war noch auszuhandeln. Letztlich traf Robin vier- und Basti zweimal.

Die mit weitem Abstand schönste Szene des Spiels ereignete sich in der Schlussminute, in der Ulli Groenhagen – ein Mann von der Sorte, ohne die ein Sportverein nicht funktionieren kann, neudeutsch ein systemrelevantes Element, jemand der seine Zeit und sein Engagement (und in diesem speziellen Falle sogar seinen eigenen Nachwuchs) stets, ’selbstlos’ und offenbar mit Freude seinem Club zu Verfügung stellt – das Tor zum 7:1-Endstand erzielte und dafür von allen Anwesenden mit stehenden Ovationen bedacht wurde. Die gesamte Mannschaft, restlos jeder einzelne Spieler, lief zum Schützen, um ihm zu gratulieren und ausnahmslos jeder Anwesende (mit mindestens minimalster Sympathie für den SVG, also alle außer den Gästen verständlicherweise) applaudierte lautstark, ausgelassen und andauernd (mit der größte Applaus, an den ich mich auf dem Dreesgen erinnern kann). Es war ein Moment, in dem sich der ganze Reiz des Amateurfußballs zu erkennen gab, ein ausgedehnter Augenblick, der das Resultat in den Hintergrund treten ließ und bewies, dass Fußball soviel mehr sein kann, als ein schnödes Ergebnisspiel. Einen Dank an Ivan, der das Urgestein trotz anderer Optionen einwechselte und vor allem bedanke ich mich mit einem vielstimmigen, lauten und langezogenem ‘ULLIIIIIEE’ beim Torschützen selbst. So, und bevor ich jetzt noch vollkommen rührseelig und noch pathetischer werde, hör’ ich lieber auf. Bis spätestens Sonntag.

¹ wobei ‘leistungsgerecht’ die Leistung (bzw. und v.a. die Nicht-Leistung) beider Teams beinhalten soll. Das Auftreten der Gäste hatte eher eine hohe Niederlage verdient, als die Leistung der Gastgeber einen ebenso hohen Sieg…

21. Oktober 2009

…wurde aber auch Zeit…

…Vorsicht Überlänge, acht Spiele in einem Artikel…

Sechs (Mittlerweile) Acht Spieltage im Rückstand, erbärmliche Zustände sind das hier… in besagten sechs acht Partien bekleckerten sich meine (unsere) Gadderbäumlinge ebenfalls nicht grade mit besonders viel Ruhm (mal abgesehen von einer, allerdings auch in jener nur mit Abstrichen, dazu später mehr), vier fünf davon endeten mit Niederlagen. Allesamt mindestens unnötige – manche auch, wenn schon nicht unerklärliche, zumindest schwer verständliche – Punktverluste (Ausnahme: in einer Partie gab es keine Punkte zu verlieren). Aber der Reihe nach. Kramen wir in dunklen Ecken verwinkelter Hirnwindungen nach Erinnerungen und machen eine Zeitreise in die nähere Vergangenheit. Oder um mit Raoul Duke (a.k.a HST) zu sprechen: Böse Flashbacks und schlimme Erinnerungen…

#5: Ein übler Sonntag in Werther… dünner Kaffee, gemessen am Potential grausig ungeschicktes Gebolze gegen ein clever und abgezockt agierendes Heimteam und ein Kahnbeinbruch

Es begann alles schon wenig erfolgversprechend. Rund anderthalb Stunden vor Spielbeginn entschloss man sich auf Gadderbaumer Seite ausgerechnet den in dieser Publikation schon des Öfteren erwähnten Mann ohne Namensgedächtnis (nenne ihn der Einfachheit halber mal „Mr. Name-Brain“) den Spielberichtsbogen ausfüllen zu lassen¹, und somit mehr oder weniger den Bock zum Gärtner zu machen, was sich im Nachhinein als weniger gutes Omen erwies². Der SV Gadderbaum ging mit einem 4-4-2 mit Raute (wenn ich mich recht entsinne namentlich: Michel – Simon, Dennis, Max, … hmm, ich entsinne mich wohl doch nicht mehr so ganz, der rechte Außenverteidiger und der linke Mittelfeldläufer wollen mir irgendwie nicht mehr ins Gedächtnis kommen, was weniger mit deren als mehr mit meiner Leistung zu tun hat… Luschi und Erdinc waren ebenso wie Holle in der Raute aktiv (wenn auch nicht derart „aktiv“ wie ihr Trainer es sich gewünscht hätte), Basti und Robin bemühten sich im Sturm. So, Gratulation an alle, die sich an den Satzanfang noch erinnern können, die Klammer endet) und ohne die erforderliche Einstellung in die Partie. Nach nicht einmal zehn gespielten Minuten führte der Gastgebende TFC mit 1:0 durch einen Distanzschuss, bei dem der Gästefänger nicht allzu geschickt aussah (wobei es sich die anderen zehn Gadderbäumlinge etwas arg einfach machen würden, schöben sie die Schuld am Gegentreffer einzig auf den vermeintlichen Torwartfehler, schließlich wäre auch der Schuss an sich zu verhindern gewesen), eine weitere Viertelstunde später kassierte der SVG den zweiten Gegentreffer, als man lieber mit dem Schiedsrichter diskutierte, anstatt ordentlich zuzuordnen oder das schnelle Ausführen des – in seinem Zustandekommen möglicherweise diskutablen – Freistoßes zu verhindern. Als nach etwas mehr als einer halben Stunde der dritte Gegentreffer hingenommen werden musste, hatte der Gadderbaumer Übungsleiter endgültig genug und versuchte dem leblosen Haufen auf dem Feld durch zwei Wechsel (Philipp und Adrian für Luschi und…) wenigstens ein wenig Reanimation zukommen zu lassen (wobei ich mir fast sicher bin, dass er am liebsten neun bis zehnmal gewechselt hätte… oder auch gar nicht…). Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hätte an jenem Sonntag allerdings auch eine Familienpackung Napalm nicht für ausreichend Feuer gesorgt und für ‘ne anständige Reanimation wäre wohl kiloweise Koks von Nöten gewesen. Damit bis zur Pause wenigstens dem Schiedsrichter noch ein wenig Beschäftigung widerfuhr, bewarb sich der fahnenschwingende Betreuer der Heimmannschaft durch wiederholte Unsportlichkeiten derart energisch um einen Feldverweis, dass der Schiedsrichter ihm dieses beim besten Willen nicht abschlagen konnte und zur Tat schritt (wohlgemerkt in der 40. Spielminute beim Stande von 3:0 für seine Mannschaft. Vorschnell urteilende Menschen könnten in Versuchung geraten, zu erahnen warum die KSK³ gegen jene Mannschaft eine Strafe verhängt hat (u.a. Heimspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit), andererseits sollte man nicht auf Basis von Einzelfällen voreilige Schlüsse ziehen, vielleicht war das ja auch nur eine Ausnahme und betreffender Herr ist ansonsten freundlichster Sportsgeist in Person, man weiß es ja nicht).

Das Spiel der Gadderbäumlinge wurde nach dem Seitenwechsel graduell etwas besser, erreichte aber zu keiner Phase der Partie die Qualität, die diese Mannschaft prinzipiell zu leisten im Stande ist. Immerhin verzichtete man auf Seiten des SVG nun darauf, weitere Gegentore hinzunehmen, sondern erzielte im Gegenteil sogar eigene Treffer (Robin und Basti, ohne Gewähr), doch so richtig vermochte auch der Anschlusstreffer die Sympathisanten an der Seitenlinie nicht von der Möglichkeit eines Punktgewinns zu überzeugen. Für die besten Momente der Begegnung sorgte ohnehin der Spielleiter. Zunächst verwarnte er einen der Wertheraner Spieler, welcher ob der gelben Karte einigermaßen verdutzt zurückblieb und fragend das Wort an seinen Trainer richtete (O-Ton: „Ich hatte doch schon gelb, oder nicht?“), was sich als Fehler erwies, denn daraufhin wurde nun der Kartengeber wiederum befragt, ob er nicht noch einmal in seinem Block nachsehen könne, was zur Folge hatte, dass besagter Spieler dann doch des Feldes verwiesen wurde. Eine weitere Unkonzentriertheit der selben Art widerfuhr dem Schiedsrichter jedoch auch noch ein zweites Mal. Ein weiterer am Spiel beteiligter Akteur wurde ebenfalls zweimal mit einer gelben Karte verwarnt, konnte aber trotzdem bis zum Abpfiff am Spielgeschehen teilnehmen*.

War sonst noch was? Hmm, ein besonders eloquenter Sportsfreund des gastgebenden Teams kündigte noch während des Spiels an, er wolle Teilen der SVG-Abordnung nach der Partie etwas zeigen (O-Ton: „Ey, pass auf, ich zeigs dir gleich! Jahaa, nach Abpfiff, pass auf, ich zeigs dir!“), ob seine Fäuste oder doch eher seine Pediküre war nicht mehr in Erfahrung zu bringen, da besagter Kicker letztendlich doch auf die angekündigte Demonstration verzichtete. Zur Abrundung des misratenen Sonntags brach sich das Gerstenkaltschalengewächs noch das Kahnbein (genauer gesagt das (den? Ich hatte nie Latein) Os scaphoideum, also das an der Handwurzel).

¹ so kam ich immerhin in den Genuss mal einen Spielberichtsbogen zu sehen (Premiere^^) und Spielerpässe zu begutachten (der letzte dieser Art, der mir unter die Augen kam, war mein eigener. Das muss in der B-Jugend gewesen sein und müsste mittlerweile auch ne Dekade her sein).

² und mich dadurch wohl für die Zukunft von dieser Aufgabe befreit.

³ nein, nicht Kommando-Spezialkräfte, Kreis-Spruchkammer.

4 den Namen des Betreffenden unterschlag ich an dieser Stelle vorsichtshalber mal, ich weiß nicht inwieweit so etwas im Nachhinein noch justiziabel ist (und sei es nur im Rahmen der Mannschaftskasse^^)

#6: Sonniger Sonntag, viele Tore, wenig Gegenwehr und ein trotz neun erzielter Treffer (zurecht) unzufriedener Trainer…

Am Sonntag darauf gastierte der KSC Bosna i Hercegovina im Stadion Dreesgen, präsentierte sich dabei jedoch als wenig brauchbarer Prüfstein. Zwar lag der SV Gadderbaum bereits nach wenigen Minuten mit 0:1 zurück, berappelte sich aber recht zügig und hatte im weiteren Verlauf wenig Probleme, einen ungefährdeten Heimsieg einzufahren. Bedauerlicherweise kann ich mich weder an Aufstellung, taktische Formation noch Torschützen erinnern, drum muss ich mich (und ihr euch) mit der Abfolge der Tore begnügen:

Anpfiff, 0:1, 1:1, 2:1, 3:1, 4:1, 4:2, Halbzeit, 5:2, 6:2, 6:3, 7:3, 8:3, 9:3, Abpfiff. (Der Presse entnehme ich, dass Robin (5x), Basti (3x) und Jaîme die Tore erzielten. An das von Jaîme erinner’ ich mich jetzt auch wieder, ‘n schöner Distanzschuss aus 16, 17 Metern)

Ziemlich gut ist mir jedoch noch im Gedächtnis, wie einstimmig unzufrieden einige Beobachter, geneigte Kreisliga-Sympathisanten und SVG-Trainer nach der Partie mit dem Spiel ihrer Mannschaft waren und sich ausführlich über verschiedene Unzulänglichkeiten austauschten. Man hätt’ die Nachtigall trapsen hören können, aber die wenigsten taten es, wie die Zukunft zeigen sollte…

#7: Ein wettermäßig erneut herrlicher Sonntag, ein für neutrale Beobachter fantastisches Fußballspiel (zumindest und vor allem in Hälfte eins), viele Tore und fehlende fußballerische Cleverness…

Die zahlreichen Zuschauer am Sportplatz in Oldentrup sahen eine abwechslungsreiche Partie mit vielen Torchancen, also das, was man landläufig ein attraktives Spiel nennen würde. In meinen Augen sind an Torchancen reiche Partien jedoch stets mit einem Makel behaftet, da Torchancen zumeist ein Fehler der jeweils anderen Mannschaft vorrausgeht. Ergo gehen viele Torchancen stets mit vielen Unzulänglichkeiten einher, und solche will man dann ja doch eher nicht sehen. Andererseits war das aus den zahlreichen Fehlpässen, Stellungs- und sonstigen Fehlern resultierende Auf und Ab schon eine packende Angelegenheit…

Der VfL aus Oldentrup startete besser ins Spiel als die Gäste und bestimmte den Beginn der ersten Halbzeit, überließ jedoch dem Gast aus Gadderbaum die beste Torgelegenheit der Anfangsphase (7. Minute, Robin), welche allerdings ungenutzt blieb. In den folgenden Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, der den geneigten Kreisliga-Sympathisanten zugegebenermaßen zu fesseln vermochte. Im Bemühen, vorrübergehend Ruhe in die Partie zu bringen, spielte die Hintermannschaft des SVG hintenrum über den eigenen Fänger und die Außenverteidiger, versäumte es aber, dieses gekonnt und sicher zu tun und fing sich so das erste Gegentor. Nur wenig später baute der Gastgeber im Anschluss an einen Eckball seine Führung auf 2:0 aus. Die deutliche Führung spiegelte zu jenem Zeitpunkt jedoch keinesfalls die Kräfteverhältnisse auf dem Platz wieder. Auch die Gadderbäumlinge stürmten kräftig mit und kamen zu einigen Torchancen. Die hochkarätigsten besaßen die Stürmer Robin und Basti. Ersterer semmelte zunächst ein fulminantes Geschoss aus etwa siebzehn Metern an den (von ihm aus gesehen) rechten Pfosten, ehe Simon nach einem energischen Vorstoß auf der rechten Seite zur Torlinie durchdrang und zweitgenanntem eine wunderhübsche Flanke (mit ordentlich Zug drin, eine der besten Flanken der Saison, wie ich finde. Böse Zungen könnten versucht sein zu behaupten, die einzig gute Flanke bislang in dieser Saison, aber soweit will ich an dieser Stelle mal nicht gehen.) auf die Pläte servierte, welche eigentlich nur noch eingenickt zu werden brauchte. Irgendwie gelang es besagtem Stürmer aber doch, den Ball nicht im Tor unterzubringen (wer ein studiVZ/meinVZ-Account hat, kann sich den gemeinten Kopfball bei Philipp angucken, Bild 26 von 43 im entsprechenden Album. Naja, „reden wir nicht mehr drüber“, nicht wahr^^).

Nun bin ich bedauerlicherweise an einem Punkt angelangt, an dem mich meine Erinnerung im Stich lässt. Mir will heute, einen Monat nach dem Spiel, partout nicht mehr einfallen, wann und in welcher Reihenfolge die weiteren Tore fielen, geschweige denn, wer selbige erzielte. Ich muss wieder zeitnäher meine Berichte formulieren, mea culpa, mea culpa, mea maxima… ihr kennt den Rest. Ich kann mich lediglich erinnern, dass eines der Gegentore in der zweiten Hälfte aus der Weigerung, bei einem langen Abschlag der Gastgeber den sogenannten ‘ersten Ball’ zu klären, resultierte (ich könnte denjenigen auch namentlich benennen, aber ich lass’ es lieber). Alle VZ’ler können meine Meinung zum Rest des Spiels an meinem Gesichtsausdruck auf Bild 39 von 43 im eben schon erwähnten Album ablesen, alle anderen müssen aus der Tatsache, dass der Gadderbaumer Trainer seinen Schützlingen an jenem Tag jegliche fußballerische Intelligenz absprach, ihre Schlüsse ziehen…

Ach so, Endstand VfL O – SV G 5:2.

# 2. Runde Kreispokal: Im Flutlicht leuchtender Rasen, ein großartiger Pokalfight inklusive Verlängerung und Elfmeterschießen und Rasensprenger

Der SV Gadderbaum und seine Pokalspiele. Höherklassige Gegner, der im Flutlicht beinahe auratisch glänzende Rasen, die andere Form des Wettbewerbs, wann immer diese Motivationsstimulanzen zusammentreffen bieten die Gadderbäumlinge ihren Zuschauern hochklassigen Fußballgenuss und großartige Spiele. Wer erinnert sich nicht an die Partie im letzten Jahr gegen den SV Hägar? Oder vor allem an die (zusammen mit dem Testspiel gegen die Profis vom Hatta Club Al-Shabab) beste Partie, die ich von den Gadderbäumlingen je gesehen habe gegen den TuS Dornberg. Damals (bitte runterscrollen bis zum fünfzehnten Post, ich bin grad zu blöd, den richtigen Anker zu finden um ordentlich zu verlinken, vielleicht gibt’s auch keinen vernünftigen Anker. Falls einer der hier Lesenden über ausreichend Kenntnisse in html-Programmierung verfügt, um mir weiterhelfen zu können, möge er es doch bitte tun, bspw. per Kommentarfunktion. Danke. In jedem Falle bitte ich um Entschuldigung für die durch meine Inkompetetenz verursachten Unannehmlichkeiten) noch unter Herberger…

Zur Beschreibung jenes Spiels könnte ich problemlos aus dem verlinkten Hägar-Artikel zitieren. „…und da war es wieder. Dieses kleine bißchen Extra-Motivation welches den ruhmreichen SV Gadderbaum zuweilen Glanzleistungen des Kreisliga-Fußballs zelebrieren lässt.“ Oder auch: „Vom Anpfiff weg präsentierten sie sich höchst engagiert und konzentriert und bekamen die Partie durch Laufbereitschaft, Einsatzwille und Spielwitz schnell unter Kontrolle. Die Abwehr ging verlässlich zur Sache und ließ wenig zu, die Mittelfeldreihen brillierten mit durchdachter Spieleröffnung und die Stürmer wussten sich oftmals geschickt in Position zu bringen. [...] Außenverteidiger wurden in sich bietende Räume geschickt und kamen zu Flankenversuchen von der Grundlinie, zügige Passstaffetten überbrückten in raschem Tempo das Mittelfeld [...].“

Ähnlich gut agierten die Dreesgen-Dribbler auch in dieser Partie, deshalb handelt es sich auch um die in der Einleitung erwähnten Ausnahme. Der SVG bekleckerte sich nicht nur mit Ruhm, er lieferte ein gutes und sehenswertes Spiel ab und bewies zu welch außergewöhnlich gutem Fußball diese Mannschaft fähig ist. Von Abstrichen sprach ich, da diese hochklassige Darbietung der Fußballkunst auch deutlich machte, dass die Gadderbäumlinge offenbar nur mit Hilfe der eben skizzierten Motivationshilfen in der Lage sind, ihr gesamtes Können abzurufen. Letzteres geschieht im schnöden Liga-Alltag leider höchst selten, was wenig Gutes über die allgemeine Einstellung zum Spiel erkennen lässt (man könnte auch die reichlich unpassende Bezeichnung der mangelnden Arbeitsmoral bemühen). Gegen einen von der Papierform wesentlich besser einzuschätzenden Gegner ein gutes Spiel abzuliefern scheint nicht allzu schwierig (um nicht zu sagen: gegen die Bayern zu spielen ist immer einfach), wahre Klasse beweist sich im Allgemeinen dann, wenn man derart gute Leistungen auch gegen „normale“ oder schwächere Kontrahenten zu leisten im Stande ist. Aber genug davon, das entwickelt sich hier in die völlig falsche Richtung. Anstatt hier mit wilden und unzulänglichen Spekulationen Kritik (welche mir nüchtern betrachtet auch gar nicht zusteht) an meiner (fast) liebsten Fußballmannschaft zu üben, wollte ich eigentlich an dieser Stelle ein im Gewande eines Spielberichts daherkommendes Lob formulieren. Das hat schonmal nicht geklappt… ich bitte um Verzeihung. In diese Bitte schließe ich gleich noch mit ein, es mir nachzusehen, dass ich mit der Formulierung eines Spielberichts (erneut) viel zu lange gewartet habe, so dass meine rudimentäre Erinnerung an jenes Spiel leider kaum noch einzelne Szenen, Torchancen, gelungene Spielzüge oder Ähnliches beinhaltet. Der Bericht wird also nicht annähernd die Qualität des zu beschreibenden Spiels erreichen.

Hell erleuchtet vom strahlenden Flutlicht empfing der Dreesgen an jenem Mittwochabend vor vier Wochen den A-Ligisten FC TürkSport zur zweiten Runde im Kreispokal. Nachdem der SV Gadderbaum sich in der Runde zuvor souverän mit 2:0 gegen den Kontrahenten Freilos 06 durchsetzen konnte, ging er guten Mutes auch in diese Partie. Federführender Trainer war an jenem Abend Sportsfreund Görner, der den verhinderten Chef vertrat und die folgende Elf aufs Feld schickte. Michel hütete das Tor, Jaîme und Henning verteidigten außen, Robert und Max innen. In der Mittelfeldraute besetzte Käpitän Luschi wie gewohnt die zentral-defensive Position, Dammi gab den 10er, Adrian (links) und Marius (rechts) besetzten die Außenpositionen, das Sturmduo bildeten, wenig überraschend, Basti und Robin. Die Gadderbäumlinge kamen gut ins Spiel und machten es dem A-Ligisten vom Anpfiff weg äußerst schwer, seiner vermeintlichen Favoritenrolle gerecht zu werden. Durch konsequente Zweikampfführung, geschickte Raumaufteilung und (die für jedes gute Fußballspiel unvermeidliche) hohe Laufbereitschaft stellte man zügig spielerisches Gleichgewicht her, wenn man nicht gar – zumindest durch die Gadderbaumer Brille betrachtet – Feldüberlegenheit gewann.

Folgerichtig schien der Führungstreffer zum 1:0 durch Basti nach einer guten Viertelstunde durchaus verdient. Konzentration und Einsatz blieben weiterhin auf hohem Niveau, so dass man die Führung gekonnt zu verteidigen wusste und dabei stets um den Ausbau der selbigen bemüht blieb. Das größte Highlight der ersten 45 Minuten stellte jedoch (ohne den 22 Kickern zu Nahe treten zu wollen) auf jeden Fall der Auftritt des Rasensprengers dar, welcher sich nach etwa 25 Minuten entschloss, es sei nun aber wirklich dringend an der Zeit, die (von der Bank aus gesehen) rechte Hälfte des Spielfeldes zu sprengen. Und, einmal in Fahrt gekommen, die Ersatzbank vorsichtshalber gleich mit. Sehr amüsante Nummer, hab ich in der Form live anwesend auch noch nicht erlebt. Nach ein paar Minuten (und nachdem irgendeiner der Ortskundigen den richtigen Wasserhahn gefunden hatte, nehme ich mal an) ging es dann mit dem Ball weiter. Die Pausenführung sorgte bei den Zuschauern für verhaltenen Optimismus. Mit der gezeigten Leistung könnte hier und heute was gehen. (Ich persönlich war durch die Führung mal wieder nervös wie der durchschnittliche GI bei der Landung in der Normandie. Mein Organismus wäre mit einem Rückstand eher einverstanden gewesen, ganz im Gegensatz zu meinem Gemüt, Herz, Seele, wie auch immer man den nicht-körperlichen Teil eines Menschen nennt. Das ist bei 1:0-Führungen bei  mir aber immer so, die machen mich viel nervöser als Rückstände, aber Schluss damit, um mich soll es hier ja nicht gehen.)

Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn lies erneut Sportskamerad Basti das gegnerische Netz zappeln und erhöhte auf 2:0 für die Gastgeber. Dieses war abermals Ausdruck der und gerechte Belohnung für die geschlossen gute Mannschaftsleistung. Mit diesem zweiten Gegentreffer waren die Gäste vom FC TürkSport nun endgültig aus ihrer Apathie erwacht und verstärkten im Ansinnen, die nächste Pokalrunde zu erreichen, merklich den Druck. Mit zunehmender Spieldauer demonstriert der Gast dann (zumindest phasenweise) auch seine A-Liga-Zugehörigkeit, ohne dass jedoch ein deutlicher Klassenunterschied zwischen den beiden Teams erkennbar gewesen wäre. In Folge der verstärkten Bemühungen erzielte der FC zunächst den Anschlusstreffer, und im weiteren Verlauf der Partie letztlich auch den Ausgleich. Für das größte Ämusement auf der Gadderbaumer Bank sorgte wenige Minuten vor Schluss Innenverteidiger Max, der mit der lauthals gestellten Frage: „Jaîme, biste da?!“ sicherstellen wollte, ob der angesprochene Kicker seine Position nun auch einhalten wollen würde. Nur wenig später waren die neunzig Minuten abgelaufen und der Unparteiische pfiff das Spiel ab. Die Verlängerung stand an. Für die meisten Spieler und auch für mich eine Dreesgen-Premiere und eine überaus spannende Angelegenheit. Vor lauter Zittern und Mitfiebern hab ich die 30 Minuten ehrlich gesagt mehr als verschwommene Masse, denn als aus einzelnen Aktionen bestehendes Fußballspiel. Auch die gelb-rote Karte für Jaîme in der ungefähr 119. Minute hab ich eher beiläufig registriert, keinesfalls als Platzverweis mit den sonst üblichen Konsequenzen eingeordnet (mag allerdings auch daran gelegen haben, dass die numerische Unterzahl auf die letzte zu spielende Minute keinen Einfluss mehr hatte). Nach den beiden Viertelstunden Nägelkauen hatte keines der beiden Teams einen weiteren Treffer erzielt, es sollte also Elfmeterschießen geben, und ein solches hab ich live vor Ort wirklich ganz selten mal erlebt (das letzte mal in Milse, gegen Kroatia in der Saison 05/06).

Das Los (oder vielmehr die Münze) wollte es so, dass die Gadderbäumlinge den ersten Versuch zugeteilt bekamen. Robin trat an. Und verwandelte. Ebenso der erste Schütze der Gäste. Daraufhin war Holle an der Reihe, welcher ebenfalls traf. Die Gäste gaben sich keine blöße und glichen erneut aus. Als nächstes begab sich der Kapitän an den Punkt, doch der Gästefänger parierte seinen Versuch. TürkSport bekam also die Möglichkeit, das erste mal überhaupt in der gesamten Partie in Führung zu gehen und nutzte sie. Nun war es an Fänger Michel, den Ausgleich wieder herzustellen, doch auch er scheiterte am Hüter. Der folgende Schütze traf und beendete damit die sehenswerte und packende Pokalpartie. Endstand: 4:6 (2:2)(2:2)(1:0)

#8 Heimspiel gegen Oesterweg

Dieses Spiel ist zwar ehrlich gesagt gar nicht soo arg lange her, trotzdem kann ich mich nur noch an eine einzige Aktion des Gastspiel der SG Oesterweg auf dem Dreesgen erinnern. In dieser verlängerte ein Sportskamerad der Gäste einen Freistoß per Hacke zum 2:1 ins Gadderbaumer Netz. 2:1 war auch der Endstand, aber sonst… ich hab keinen blaßen Schimmer mehr. Ob das am möglicherweise blaßen Spiel gelegen haben mag, kann ich nicht beurteilen, weil mir wirklich rein gar nichts mehr zu der Partie einfallen will. Hmpf. Der Lokalpresse ist zu entnehmen, dass Simon den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte. Deswegen nehme ich mal der Einfachheit halber an, dass jener im Sturm aufgelaufen ist. Zu ausführlicherer Berichterstattung bin ich leider nicht in der Lage.

#9 Kunstrasenplatz in Ubbedissen, der keine guten Assoziationen aufkommen lässt, Chancenvernichtung im Minuten-Takt und ein deutlich zu niedrig ausgefallener Auswärtsieg

Ja, der Kunstrasenplatz in Ubbedissen. Aus den letzten Jahren ist mir vornehmlich eine Partie, die auf diesem Geläuf stattgefunden hat, im Gedächtnis geblieben, und diese war beileibe nicht gut. Es war das einzige Spiel, an das ich mich erinnern kann, bei dem Ötte schon zur Halbzeit den Platz verließ und sich weigerte die restlichen 45 Minuten zu betrachten. (Ich glaube nicht, dass ich darüber geschrieben hab, wer sich genauer informieren will, muss die „offiziellen Quellen“ im SVG-Forum bemühen, Herberger hat unter Garantie einen Spielbericht verfasst.) Meine Erwartungshaltung war dementsprechend gering, weshalb mich das Kombinationsspiel der Gadderbäumlinge bis zum Sechzehner positiv überraschte.

Der SVG dominierte die zweite Mannschaft des SV Ubbedissen in allen Belangen, war deutlich Feldüberlegen (mit dem damit einhergehenden Übergewicht an Ballbesitz) und fuhr einen Angriff nach dem anderen. Und damit ist dann auch schon das Hauptproblem der Dreesgen-Dribbler in jenem Spiel angedeutet. Die Chancenverwertung. Quasi im Minutentakt erspielten oder erarbeiteten sich der Gast eine Torgelegenheit nach der nächsten, wie wenig sie daraus machten, war jedoch mehr als erschreckend. Aus handgeschätzten 33 Chancen (davon in etwa ein gutes Dutzend sogenannte 100%-ige) im ersten Durchgang erzielte man lediglich drei Tore (Adrian, Luschi und Dennis). In der zweiten Hälfte wurde es nicht besser, eher im Gegenteil. Nach groben Schätzungen setzte man sich in etwa 40 mal bis zum Sechzehner durch, transformierte diesen Vorteil aber nur zu ungefähr halb so vielen Chancen und münzte zu allem Überfluss nur eine davon in einen Torerfolg um (Simon). Dafür, dass man etwa 80% der Spieldauer in des Gegners Hälfte verbrachte, war ein 4:0-Auswärtserfolg eine ziemlich magere Ausbeute und ich glaube auch die Ubbser waren am Ende mit den, relativ betrachtet, wenigen Gegentreffern ziemlich gut zufrieden. Nicht unterschlagen will ich, dass diese gegen Ende des Spiels auf die Idee kamen, wenn der Gast aus Gadderbaum schon keine Lust verspürte, Tore zu erzielen, könnte man es ja selbst auch einmal versuchen. Der Ehrentreffer wäre auch beinahe gelungen, dafür hätte der Querbalken des Tores allerdings etwas höher angebracht sein müssen.

#10 SV Gadderbaum – TuS Senne I 4:0

Das Spiel hab ich nicht gesehen, ergo fällt der Bericht ziemlich kurz aus. Nach den Informationen, die ich mir nebenan bei Manni Binz zusammengeklaut habe, spielte der SVG im 4-3-3/4-2-1-3:  Sepp – Robert, Dennis, Max, Michel – Daniel, Luschi – Holle – Simon, Robin, Adrian. Tore: 1:0 Simon, 2:0 Adrian, 3:0 Simon 4:0 Marius.

#11 Auf in die Trabantenstadt, Auswärtsspiel in Sennestadt bei den dort heimischen Kickers

Am vergangenen Sonntag trat der SV Gadderbaum zum Auswärtsspiel auf dem roten Rasen der Kickers in Sennestadt an. Auf Grund des Fehlens einiger Stammkräfte (u.a. Grüße nach Neuseeland) liest sich die Aufstellung der Gadderbäumlinge, die abermals in einem 4-4-2-System mit Raute antraten, teilweise recht ungewohnt. Der Tross der SVG-Ultras konnte nach langer Zeit (Korrektor, scheinbar hat er in der Vorwoche ja auch schon gespielt) mal wieder Sepp im Tor bewundern und sich ob der ungewohnten Position von vanDammi, der den rechten Außenverteidiger gab, erstaunt die Augen reiben. Jaîme verteidigte auf der linken Bahn, Robert und Dennis innen. Die Raute im Mittelfeld füllten Luschi defensiv und Marius offensiv, sowie Adrian und Daniel auf den Außenpositionen mit Leben (zumindest war das zu Beginn mal intendiert). In der Angriffsreihe stürmten Simon und Robin. Beim System der Gastgeber war eine klare Struktur selten zu erkennen, wenn ich es richtig interpretiert habe, war es ein (etwas antiquiert wirkendes) 3-5-2 mit Libero in der Abwehr und ein bis zwei Vorstoppern im kompakten Mittelfeld. Vor allem im Verlauf der zweiten Halbzeit wurde die 3er-Abwehr von Mittelfeldspielern ergänzt, ungefähr nach dem Schema Libero + Manndecker + Außenverteidiger + Vorstopper (in etwa so wie Griechenland damals bei der euro 04), dazu im Mittelfeld noch der Sechser, quasi ein 5-1-3-1 (5-1-2-2) oder gar 6-1-2-1. Mag mich diesbezüglich aber auch irren, war von den uninspirierten Offensivbemühungen der Gadderbäumlinge derart abgelenkt (man könnte auch sagen, ich war zu sehr mit Aufregen beschäftigt), dass ich nicht so genau drauf geachtet habe.

Die Partie erwies sich im Großen und Ganzen als relativ hölzernes Gebolze ohne großen Spielfluss oder intelligenten Spielaufbau. Vom Gadderbaumer Spielgeschehen blieb (mir) am Nachhaltigsten die Entgegennahme von Gegentreffern im Gedächtnis. Das erste dieser Art stand unter dem Motto: Luftlochschlagen mit anschließender freundlicher Gruppenbegleitung des Torschützen, das zweite konnte durch die Maxime ‘wenn keiner von uns zum Ball geht, wird es der Gegner bestimmt auch nicht tun’ erworben werden. Das finale dritte Gegentor resultierte aus einem Konter in der Schlussminute, als beim SVG hinten längst auf 3er-Kette umgestellt worden war und lässt sich in die Rubrik ‘jetzt auch Wurscht/eher belanglos’ einordnen.

Trotz des, wie erwähnt fehlenden Spielflusses hatte auch die Gadderbäumlinge ausreichend Torchancen, um die Partie zu gewinnen, aber ebenso wie beim Verhindern von Gegentreffern demonstrierten die Dreesgen-Dribbler an jenem Tag auch beim Erzielen eigener Treffer haufenweise Unvermögen. Mehr will ich zum betreffenden Spiel nicht sagen, in meinen Augen hat der Kick weitere Zeilen auch nicht verdient (um ehrlich zu sein, mein Seminar ist zu Ende).

5. September 2009

Auswärtsspiel beim FC TS Sthg.

Mea culpa, mea culpa, mea maxima culpa. Da bramarbasierte ich am Dienstag lauthals, es seien große Worte in der Mache und nun ist schon Samstag und ich muss voller Verlegenheit feststellen, dass die sogenannte Mache, in der sich ja angeblich verschiedene Formulierungen zum Auswärtsspiel beim FC Türk Sport Steinhagen befänden, nicht auffindbar ist. Zumindestens nicht bei mir. Scheint eine camouflierte Sache zu sein, so eine Mache.

Camouflieren ist allerdings ohnehin ein gutes Stichwort, so manch einer wird sich während und nach der Partie gewünscht haben, sie hätte sich dem Blick im Allgemeinen und vor allem dem der Kreisliga-Sympathisanten im Speziellen entzogen. Es war ein (mit Verlaub) grausiger Kick, der wirklich nicht schön anzusehen war. Im Duell der Tabellennachbarn taten sich beide Teams äußerst schwer, wenigstens hin und wieder einen durchdachten Angriff vorzutragen, Passstaffetten und geplante Spielzüge waren im Verlauf des 90-minütigen Gebolze absolute Ausnahmen.

Der SV Gadderbaum agierte in einem 4-3-3-System, dass aber ehrlich gesagt selten zu erkennen war. Nüchtern betrachtet sah es permanent nach 4-5-1 aus, selbst bei eigenem Ballbesitz war die offensichtlich angedachte offensive Ausrichtung nur zu erahnen. Das Tor der Gadderbäumlinge hütete wie gewohnt Michel, vor ihm verteidigten Robert und Max (innen), sowie Simon und Adrian (außen). Luschi, Dammi und Erdinc füllten die Mittelfeldpositionen, Daniel und Henning gaben die Außenstürmer und Robin bestzte die zentrale Position in der Abteilung Starkwind (evtl. hab ich Adrian und Henning vertauscht, mein miserables Namensgedächtnis wurde hier ja schon mehrfach thematisiert).

Ansonsten gibt es wenig, was sich zu der Auseinandersetzung noch zu sagen lässt. Es war ein, wie gesagt, schlechtes Spiel beider Mannschaften. Daniel rettete den Gadderbäumlingen den Sonntag, indem er in der 88. Minute den 1:0-Siegtreffer markierte. Im Endeffekt mit ein wenig Glück drei Punkte gewonnen und somit, zumindest was die Punkte anbelangt, das Soll erfüllt.

1. September 2009

Bitte lesen!

Hab eigentlich grad kaum Zeit (ein paar Worte zum Auswärtsspiel beim FC Ts Steinhagen sind auch noch in der Mache aber noch nirgendwo (weder auf Papier noch in Bits und Bytes) manifestiert), aber den heutigen Artikel von dogfood muss ich unbedingt schnell verlinken: Bitte lesen!

[update: der Vollständigkeit halber will ich auch die auf aas zu lesenden Äußerungen zur Reaktion verlinken. Was den Vorgängen im Einzelnen zu halten ist, sollte ein Jeder selbst beurteilen. Noch eine kleine Anmerkung: Das ich allesaussersport verlinke und nicht einen der zahlreichen anderen Blogger, die sich dem Thema annahmen/annehmen (bspw. probek oder weinreich oder oder oder), bzw. keine der (ich nenn' sie der Einfachheit halber mal) "etablierten" Medien, die darüber bericht(et)en (wie bspw. SpOn oder heise oder SZ oder oder etc.) hat mit meinen täglichen Lesegewohnheiten und meiner Faulheit zu tun und soll selbstredend keine evtl. Abwertung der von mir nicht verlinkten implizieren.]

28. August 2009

Playoff-Runde, Rückspiel…

…im  Ucfa-Pokal Cup der Verlierer in der Europa League. Viele, sehr viele Spiele…

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27. August 2009

s09/10 #3 ((H) SC P II)

Am gestrigen vergangenen Sonntagnachmittag unterlag der SV Gadderbaum in einer sehenswerten Kreisligapartie der zweiten Mannschaft des SC Peckeloh auf eigenem Platz mit 1:2 Toren und kassierte die erste Niederlage der noch jungen Saison. In der wie erwartet attraktiven Auseinandersetzung zweier spielstarker Teams nutze der Gast seine Torchancen letzlich konsequenter als der heimische SV die seinigen und stellte mit dem Erfolg den Kontakt zur Spitzengruppe der Tabelle wieder her.

Zahlreiche gespannt wartende Zuschauer säumten gegen 15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein den grünen Rasen im „Stadion Dreesgen“. Bedauerlicherweise verließen viele von ihnen den Platz, als gegen halb vier immer noch weit und breit kein Schiedsrichter zu sehen war und das Gerücht, die Partie werde wegen des fehlenden Unparteiischen nicht stattfinden, die Runde machte. Wenig später erschien jedoch ein Ersatzschiri, und diejenigen, die Geduld bewiesen, wurden mit dem  Genuss eines äußerst guten Fußballspiels belohnt, welches die vielen Zuschauer fraglos verdient gehabt hätte.

Der SVG startete mit einem 4-4-2 in die mit fast sechzig Minuten Verspätung angepfiffene Partie. Vor Fänger Wiehießernoch (? meine Fresse, mein Namensgedächtnis is echt ne Katastrophe, es wird aber auch im weiteren Verlauf des Artikels nicht besser werden) verteidigten Simon und Wiehießderjetztnoch auf den Außenpositionen und Max und Nochsoeinerdessennamemirnichtmehreinfälltabereinriesenspielgemachthat innen. In der Mittelfeldraute agierten Luschi (6er), Holle (rechts), Dernächstedessennammirentfallenist (links) und Philipp (10er) hinter den beiden Stürmern Robin und (ha! den Namen weiß ich, weil er nen Tor geschossen hat und deswegen in der Pressemeldung namentlich auftaucht) Bastian. Die Elf aus Peckeloh spielte ebenfalls mit einer Vierekette und zwei Stürmern, wie die vier im Mittelfeld angeordnet waren, erschloss sich mir nicht so ganz (bin mir aber auch fast sicher, das sie nicht so agierten, wie ihr Trainer es von ihnen gewünscht hatte). Die Gadderbäumlinge kamen erheblich besser ins Spiel als das Gästeteam, dominierten (nicht nur) die Anfangsphase und hatten in den ersten 15, 20 Minuten drei gute Möglichkeiten, einen verdienten Führungstreffer zu erzielen, erwiesen sich aber als äußerst freundliche Gastgeber und verzichteten auf einen Torerfolg. Nach etwa zwanzig Minuten entschieden sich auch die Kicker aus Peckeloh an der Partie teilzunehmen und fuhren hier und da mal einen eigenen Angriff, ohne jedoch die Spielkontrolle zu übernehmen. In der Viertelstunde vor der Pause ging es noch mal richtig rund. In der 33. Spielminute semmelte Philipp das Leder aus etwa sechzehn Metern an den Querbalken, ehe der SCP sich zwei Minuten später dachte, das Spiel hätte mittlerweile aber nun wirklich mal ein Tor verdient und vorsichtshalber mit 1:0 in Führung ging. Einer der Ihren setzte sich auf der rechten (bzw. der linken Gadderbaumer Abwehr-) Seite durch, stieß bis zur Torlinie vor, hob den Kopf und flankte dann überlegt auf den Schädel des im Sechzehner postierten Zehners, welcher zur Führung einköpfte. Erneut nur wenig später, in der 42. Minute spielte, das SVG-Mittelfeld (wer war es noch? Ich bitte um Wortmeldung in den Kommentaren, übrigens nach Möglichkeit auch was die Vor- oder Spitznamen der mir namentlich unbekannten Dreesgen-Dribbler anbelangt) einen schönen Steilpass in die Nahtstelle der Peckeloher Abwehr, Bastian nahm den Ball auf, behielt die Nerven und hatte keine Problem den Gästefänger zum 1:1-Ausgleich zu überwinden.

Pils. Pommes. Prat.

Die zweite Halbzeit gestaltete sich nicht mehr ganz so rassig wie noch die erste, zum einen weil Peckeloh mittlerweile ein Mittel gefunden hatte, den Gadderbaumer Angriffen zu begegnen, zum anderen da mit vorlaufender Spieldauer die Kräfte bei dem ein oder anderen ein wenig zu schwinden schienen (was bei den gegebenen Außentemperaturen durchaus verständlich war). Trotzdem blieb die Partie auch nach dem Seitenwechsel sehenswert und spannend. Erneut waren es die Sportsfreunde der Gastmannschaft, die die nötige Konsequenz bewiesen. Nachdem ein SCP-Freistoß (etwa dreißig Meter Entfernung, fast Seitenauslinie links*) in der 63. Minute, lang und hoch in den Strafraum der Gastgeber geschlagen, von der Gadderbaumer Hintermannschaft schon aus der Gefahrenzone geköpft wurde und die Situation vermeintlich geklärt schien, kam der Freistoßschütze erneut an den Ball und flankte nochmals in den Sechzehner, indem die rausrückende Heimmannschaft bedauerlicherweise gleich drei Peckeloher Kicker vergessen hatte. Einer von diesen ließ es sich nicht nehmen, freistehend den SVG-Hüter per Kopf zu überwinden und zur erneuten Führung einzunetzen. Die Gadderbäumlinge bemühten sich in der Folge um den Ausgleich (welcher, beide Halbzeiten in Betracht ziehend, mehr als verdient gewesen wäre) und kamen auch noch zu einigen guten Torgelegenheiten, brachten aber entweder nicht mehr die nötige Konzentration oder die erforderliche Genauigkeit auf, um einen Treffer zu markieren. Zwanzig Minuten vor Schluss wechselte der Trainer, nachdem er schon zuvor Adrian (? ich hoffe der Name stimmt) für Marius gebracht hatte, im Tausch für Innenverteidiger Max mit Erdinc einen zusätzlichen Mittelfeldspieler ein (zu meiner aktiven Zeit hätte man gesagt, er löste den Libero auf, was in diesem Fall in Ermangelung eines Liberos natürlich keine treffende Formulierung ist, aber ein ähnliches Phänomen beschreibt) und schaffte so nochmals Übergewicht im Mittelfeld. Kurz vor Spielende kam auch Jean Claude van Dammi noch ins Spiel, der ersehnte Ausgleichstreffer wollte aber nicht mehr fallen. Das der 8er (? der linke Mittelfeldspieler) des SVG Sekunden vor Abpfiff noch mit gelb-rot vom Platz gestellt wurde, hatte nur noch statistischen Wert und keinen Einfluss mehr auf das Spielgeschehen.

Im Endeffekt erntete Gadderbaum, trotz über weite Strecken des Spiels überlegener Vorstellung, außer viel Anerkennung (O-Ton Gästetrainer laut Haller Kreisblatt: „Gadderbaum hat uns in allen Belangen dominiert, so viel Glück hat man nur einmal.“ Geklaut nebenan bei bielefeld-meine-stadt, danke Manni) leider nichts zählbares und handelte sich eine unnötige Heimniederlage ein.

*durch die Gadderbaumer Brille links, aus Sicht des Freistossschützen rechts.

22. August 2009

Da hat der Sonntag endlich wieder seinen Sinn und dann findet sich dieser ausgerechnet morgens…(s09/10 #1(H) & #2(A))

Machen wir uns Nichts vor, das größte (und im Grunde genommen einzige) Problem am gemeinen* Sonntagmorgen ist seine Terminierung. Die unmittelbare zeitliche Nachbarschaft zum Samstagabend an sich erweist sich leider all zu oft als eher suboptimale Kalendrierung des allgemein genutzten Zeitaufkommens, welche es der Redaktion diesmal unmöglich machte, am vergangenen Sonntag dem Auswärtsspiel der hier gern gesehenen Gadderbäumlinge beim BV Werther beizuwohnen (und ja, elf Uhr rangiert im Redaktionskalender unter der Kategorie „Morgen“, vor allem Sonntags. Und um ganz ehrlich zu sein war mein Fernbleiben eher den Folgen des Samstagabends als der Terminierung des gemeinen Sonntagmorgens geschuldet, aber „suboptimale Kalendrierung“ klingt als Erklärung für mein Fernbleiben doch irgendwie eleganter als „durchzechte Nacht“…).

Wenn ich mich an die Pressemeldung richtig erinnere (sitze, jetzt da ich diese Zeilen notiere, grade in Münster und kann’s nicht kontrollieren), bot der SVG eine gute spielerische Leistung und gewann verdient und souverän durch Tore von unser aller Lieblingsgewächs (2x) – Säge und ich versuchen seit Jahren, so etwas zu züchten. Wer hätte nicht gerne einen Bierbaum im Garten? – und zwei weiteren Gadderbaumer Sportsfreunden, Holle und Robin (edit: bin mittlerweile wieder zuhause) mit 4:0 und machte damit den furiosen 9:2-Auftaktsieg zu einem tatsächlichen dreifachen Punktgewinn (ganz im Gegensatz zu einem lokalen Profi-Team, welches durch die folgende (vollkommen überflüssige und unnötige) Auswärtsniederlage seinen Auftaktsieg zu einem besseren Unentschieden (Punkteschnitt: 1,5) degradierte). Durch diesen Erfolg sollte Gadderbaum damit mindestens punktgleich mit dem Tabellenführer sein ist Gadderbaum, wenn auch punktgleich mit dem Zweiten, Tabellenführer (hab grad erst gesehen, dass Peckeloh nur Remis gespielt hat) und hat fraglos einen gelungenen Saisonstart hingelegt.

Bereits am Tag als der Rasen wieder grüner und die Asche wieder roter zu leuchten schien, als etwas  lange Vermisstes wiederkehrte, das diesen Wochentag erst von den anderen zu unterscheiden vermag, am Tag als eine lange gefüllte Leere nicht mehr zu spüren war, am Tag als dem geneigten Kreisliga-Sympathisanten der Sonntag wieder Sonntag war, am Tag als… Bereits am ersten Spieltag also (mehr Pathos is grad nich drin, das muss als Eröffnungs-Pompösität für die Auftakt-Zeilen der neuen Saison reichen. Bin eh reichlich spät damit) bemühte sich die Elf der Dreesgen-Dribbler nach Kräften beim geneigten Betrachter den Eindruck guter Frühform zu hinterlassen. Im Vergleich zur Vorsaison mit vier Neuen (wenn ich mich nicht irre alle aus dem Nachwuchs oder der II. Mannschaft) angetreten, überrollten die Gadderbäumlinge den Gast aus Langenheide (der mir aber auch schwächer als in den Spielzeiten zuvor erschien) geradezu mit 9:2 Toren (was mich arg in die Bredouille…bedrouille?…bredroui…was mich arg in Verlegenheit bringt, da ich natürlich nicht mitnotiert habe. Wer zum Pfosten soll sich an die ganzen Torschützen (inkl. Spielminute) zwei Wochen später denn noch erinnern? Nen schickes 4:0 hätt’s doch auch geta… obwohl…andererseits…).

Das Spiel begann – aus kreisligatypischem Grund (kein Schiri) – zunächst mit ein paar Minuten Verzögerung und dann, mit Verlaub, ein wenig holprig. So wie die ersten Minuten einer neuen Saison halt laufen. Der SVG spielte mit Fänger (nicht Sepp), Viererkette (v.l.n.r Jaîme, Luschi, Max, Kenndennamennochnich) und einer Raute im Mittelfeld (6 Dammi, 10 Philipp, links Kenndennamennochnicht, rechts Holle). In der Abteilung Starkwind operierten Simon und Kenndennamennochnicht. Nach einigen Minuten legten die Gadderbäumlinge dann aber zügig die Hand ins Heft (frei nach Th. Helmer) und begannen mit dem Fußballspielen. Simon und Holle (hoffe ich zumindest, Angaben ohne Gewähr) zogen nach zehn Minuten auf der linken Seite hübsch und zielstrebig ein gekonntes Zusammenspiel auf, das in einem überlegten Querpass auf den rechten Mittelfeldspieler endete, welcher sauber einnetzte. Nur wenig später erkämpfte sich Philipp den kurzfristig verlorenen Ball zurück, drang in den Sechzehner ein und legte mustergültig auf Holle quer, der wenig Probleme hatte, den Ball mit Schmackes zum 2:0 in die Maschen zu hauen. Schon nach zwanzig Minuten hatte der omnipräsente Bierbaum auf 3:0 erhöht, ehe sich ein Sportskamerad der Gäste per Notbremse um eine rote Karte bewarb, die ihm vom konsequenten Schiedsrichter dann auch nicht verwehrt wurde, und das Spiel somit vorzeitig entschied. Erneut Philipp und (ich glaube) Simon** schraubten das Ergebnis noch vor der Pause auf 5:0.

Die Torschützen, und vor allem ihre Reihenfolge, der zweiten Halbzeit hab ich fahrlässigerweise komplett vergessen (Schande über mich), Robin hat auf jeden Fall noch getroffen, Simon und Philipp jeweils noch ein weiteres Mal und….pffvielleicht Robin auch noch ein zweites Mal… (auweia, ist ja erbärmlich, zur Strafe lauf’ ich zwei Platzrunden^^)? Das fröhliche Toreschiessen ging zumindest auch nach dem Seitenwechsel in reger Frequenz weiter. Beim Stande von 7:0 durften dann auch die Gäste nochmal mitmachen. Im beruhigenden Gefühl des sicheren Sieges ließen Konzentration und Konsequenz auf Gadderbaumer Seite hier und da ein wenig nach und so kamen die Sportskameraden aus Langenheide (wohlgemerkt immer noch in Unterzahl) zunächst zum Ehrentreffer und, ein wenig später, sogar zu ihrem zweiten Torerfolg (einer davon per Elfmeter), ehe die Gadderbäumlinge noch zwei Buden nachlegten und den alten Sieben-Tore-Vorsprung wiederherstellten.

Alles in allem war’s ne überlegene Vorstellung und ein auch in der Höhe verdienter Auftaktsieg. Fürs nächste Spiel (auf das ich schwer gespannt bin, gegen Peckeloh gab’s bislang immer gute und knappe Spiele)  gelobe ich schonmal feierlich Besserung, was das Merken von Torschützen und Erinnern von Namen anbelangt. wir werden nächste Woche dann sehen, was das Gelöbnis von so nem zotteligen Verweigerer wie mir Wert ist^^. Bis morgen dann, reinhaun.

* gemein wie in „die gemeine Miesmuschel“, nicht wie in Gemeinheit…

** dabei hat mir nach dem Abpfiff ausgerechnet jener Simon nochmal ausführlich dargelegt, wann und wie er wo getroffen hat aber ich hab’s trotzdem vergessen… peinlich, peinlich. Sorry.

7. August 2009

Amshausen II (H), Steinhagen II (A) und Südwestfeld (H)

so, Mahlzeit.

wird aber auch Zeit, dass sich hier mal wieder was tut, so langsam nervt mich der Anblick der Startseite mit dem letzten, immer gleichen (und zudem noch fachfremden) Artikel selbst. Außerdem habe ich noch haufenweise Fotos auf meiner Platte, die (mittlerweile lauthals) nach Veröffentlichung schreien (und es zudem (zumindest teilweise) auch verdient haben). Desweiteren sind die letzten drei Spiele der vergangenen Saison meinerseits noch immer vollkommen unkommentiert. Nun mag der ein oder andere einwenden, die Partien seien so langsam wenn nicht schon verjährt, so zumindest doch verwocht und Berichte diesbezüglich seien mittlerweile demzufolge mehr oder weniger obsolet, aber erstens habe ich in der Zeit, in der die Ereignise noch aktuell waren, wenig Gelegenheit zu fußballerischen Formulierungsversuchen gefunden, zweitens brauch’ ich nen Grund, um die Bilder trotzdem noch zu posten (und die wollen in ein paar wenigen Zeilen verpackt sein) und drittens könnte man so gesehen ohnehin überlegen, ob Ausformulierungen von ausführlichen und dabei keinesfalls unparteiischen Beobachtungen verschiedener, (wenn man’s nüchtern betrachtet) relativ belangloser Kreisliga-Partien nicht vielleicht sowieso weitgehend zweckfrei und somit obsol…Halt! Falsche Richtung

28. Spieltag, Heimspiel gegen den TSV Amshausen II. Mit Kaiserwetter belohnte das Stadion Dreesgen diejenigen Kreisligasympathisanten, die am Sonntag vor (mittlerweile) elf Wochen dem Gastspiel der zweiten Mannschaft des TSV Amshausen beim SV Gadderbaum beiwohnten.

Barfuß und mit Kaltgetränk am Spielfeldrand (schon ein Zustand nahe an Perfektion, oder?) konnte der interessierte Beobachter zwei vergleichsweise starke Mannschaften bei ihren Versuchen, ein gutes Fußballspiel zu inszenieren, beobachten. Selbige egalisierten sich dabei die meiste Zeit über gegenseitig (also selbige Mannschaften, nicht selbige Beobachter), wodurch die Partie zwar nicht unbedingt dem populären Verständnis von „attraktivem Fußball“ entsprach, aber durchaus interessant anzusehen war. (Bitte nicht als Kritik verstehen. Die populäre Vorstellung von attraktivem Fußball hat offensichtlich viel mit haufenweise Torchancen – ergo mit eklatant vielen und katastrophalen Fehlern auf der jeweils anderen Seite – zu tun.)

Die Gadderbäumlinge traten wie schon des Öfteren in einem 4-4-2-System an, diesmal mal wieder mit einer Raute im Mittelfeld. Im Vergleich zu vorhrigen Auftriten des SVG mit jenem System, schien diesmal eine andere (mir persönlich in Gadderbaum so noch nicht untergekommene) Variante intendiert (naja, vermutlich ist sie mir sogar schon mehrfach untergekommen und nur nicht aufgefallen): bei eigenem Ballbesitz streckte sich die Raute, bzw. versuchte vielmehr enger, schmaler zu stehen (respektive sich zu bewegen), so dass den Außenverteidigern Platz geboten wurde, zwecks Offensiv-Potential-Steigerung das Mittelfeld zu überholen. (Eine Variante, die bei Hupe vermutlich auf wenig Gegenliebe gestossen sein dürfte, nehme ich mal an.) Die Aufstellung hab ich nicht mehr im Kopf, möchte mal annehmen die üblichen elf Freunde. Weiß nicht mehr, welcher Mercimek den 10er gegeben hat, ansonsten dürften es wohl Sepp, Hupe, Max, Robert, Simon, Dammi, Luschi, Phil, Sinan und Robin gewesen sein (Angaben ohne Gewähr, Beschwerden über eventuelle Unkorrektheiten bitte direkt an die Beschwerdeabteilung).

Letztgenannter (Robin) brachte die Gadderbäumlinge mit einem strammen Schuss von der Sechzehnerkante – in meinen Augen etwas unplatziert und vielleicht nicht ganz unhaltbar – mit 1:0 in Führung. Nur wenig später bot sich wiederum Robin die Gelegenheit den Vorsprung auszubauen und seinen zweiten Treffer in diesem Spiel zu erzielen, jedoch drosch er das Leder im Anschluss an einen Eckstoss nur ans und nicht ins Gehäuse. Noch vor der Pause glich der Gast aus Amshausen aus. Einem der Gästestürmer gelang es, den zuständigen Innenverteidiger zu überlaufen, einen intelligent gespielten Pass aus dem Mittelfeld aufzunehmen, sich bis fast auf die Torlinie durchzusetzen und von dort aus spitzestem Winkel und kürzester Distanz einzunetzen.

Der TSV startete besser als der Gastgeber in die zweite Hälfte, übernahm zunächst das Spielgeschehen und war eine Zeit lang am Drücker, ohne jedoch die finale Konsequenz (=Tor) zu demonstrieren. Insgesamt wurde das Spiel im zweiten Durchgang zu einer recht zerfahrenen Partie. Gute, durchdachte Spielzüge über mehrere Stationen wurden auf beiden Seiten immer seltener, der Ballbesitz wechselte meist bereits im Mittelfeld. Möchte mal (positiv) unterstellen, dass selbiges eher Resultat guter Raumaufteilung und vernünftiger Arbeit gegen den Ball beider Manschaften war (hüstel), und nicht Folge mangelnder Offensivbemühungen… (Anmerkung des Setzers: Gott, was für eine anbiedernde Schleimerei.)

Dem Führungstreffer am nächsten kamen die Amshauser (~hausener? ~häuser?… die Kicker aus Amshausen), einem der ihren entfleuchte schon ein Jubelschrei, als Sepp in allerletzter Sekunde mit einer überraschenden und unerwartet behänden Bewegung dem einschussbereiten Gästekicker die Pille doch noch abteicheln konnte. Im weiteren Verlauf des Matches erarbeitete sich der SVG nach und nach wieder mehr Spielanteile und konnte die Partie ausgeglichen gestalten, ohne jedoch den Ball mit der gewünschten (gewohnten) Souveränität zu kontrollieren. Selbiges veranlasste den Trainer der Heimmannschaft innerhalb einer Unmutsäußerung hochphilosophisches Gedankengut zum besten zu geben, in dem er die vermeintliche Abhängigkeit der Zeit von der Welt in Frage stellte und den Gedanken aufwarf, ob nicht die Welt an sich ihrerseits vielmehr nur in Abhängigkeit von der Zeit existiere (existieren könne) und eben nicht andersrum. Alles in allem ein hochkomplexes Gedankenkonstrukt, dem man durchaus mit (geistigem) Gewinn die ein oder andere ruhige Minute widmen kann (O-Ton besagter Unmutsäußerung: „Der hat doch alle Welt der Zeit!“). Klare Torchancen blieben bis zum Abpfiff Mangelware und so endete der Wettstreit der beiden Teams mit einem (im Endeffekt wohl leistungsgerechten) Remis.

Vorletzter Spieltag, auswärts in Steinhagen (Kunstrasen) gegen die II.Mannschaft der Spvgg.

Kurz nach der Halbzeitpause erreicht die Redaktion bei erneut strahlendem Sonnenschein den Kunstrasenplatz am Cronsbachstadion und verschafft sich einen Überblick. Der SVG spielt mit Fänger (nicht Sepp), Hupe und Simon (AV’s), Max und Robert (IV’s), Dammi, Luschi, Holle, Philipp, Robin und Sinan (Richtigkeit auf jeden Fall äußerst fraglich, ist lange her). In welchem System gespielt wurde, weiß ich nicht mehr. Wenn ich mich recht entsinne, war das zu dem Zeitpunkt (~55.Minute) aber anhand der Bewegungen der Spieler auf dem grünen Geläuf auch nicht meh auszumachen, war vermutlich (naheliegenderweise) irgendwas ziwschen 4-4-2 und 4-3-3.

Das nächste, was nachhaltig auffiel (und bedauerlicherweise auch nicht zu ignorieren war), war der nennenwirihnmal Trainer des gastgebenden Teams und sein (in meinen Augen untragbares) Verhalten. Sie sind selten, aber es gibt Momente in denen leuchtet mir der Sinn von Coaching-Zonen ein. Noch seltener sind Momente, in denen ich sie mir auch in der Kreisliga wünschen würde. An jenem Sonntag war so einer. Die komplette Außenlinie auf und ab stampfend – wenn nicht ohnehin im Feld stehend – verunglimpfte besagter Übungsleiter reienweise Gästespieler, unterstellte dem Schiedsrichter permanent Inkompetenz (jede, aber auch wirklich jede einzelne Entscheidung des Unparteiischen war in seinen Augen falsch, unabhängi davon, ob der Pfiff für oder gegen sein Team erfolgte) und gebärdete sich allgemein so, als ob ihm selbst basalste gesellschaftliche Grundkonventionen für Interaktion zwischen verschiedenen menschlichen Individuen vollkomen fremd sein. Nun ist auch mir bewusst, dass Fußball nur Spiegel seiner Gesellschaft ist, und sich demzufolge wie in der Gesellschaft folglich auch im Fußball Typen mit differentem Kultiviertheits- oder wenigstens Zivilisiertheitsgrad tummeln und ich nicht bei jedem Charakter, der mir begegnet, Kant’sche Umgangsformen vorraussetzen kann (und auch gar nicht will), dass die durch den Fußball gespiegelte Geselsschaft aber doch immer noch so mies ist, dass dem Gegenüber überhaupt kein Respekt (mehr) geschuldet werden muss, hatte ich schon fast vergessen. Gut das es Fußball gibt.^^

Die von Steinhagener Seite (denen das Gebahren ihres eigenen Übungsleiters offensichtlich – wie der Versuch einer Erklärung/Entschuldigung beweißt – ebenfalls unangenehm bis peinlich war) angebotene Erklärung – Nervosität und Überreiztheit als Folge der Tabellenstuation mit möglichem Aufstieg – scheint mir wenig plausibel. Zweifellos können Drucksituation und Nervosität Hemmschwellen senken und Verhaltensweisen hervorbringen, derer man sich in Normalsituationen schämen würde, das aber die Möglichkeit, von der vorletzten in die vorvorletzte Kreisklasse aufzusteigen, eine derartige Extremsituation darstellt, die das vollkommene Verwerfen von grundlegenden Konventionen des humanen Zusammenlebens, wie bspw. das Respektieren des Gegenüber als (gleichrangiges) menschliches Lebewesen, legitimiert, halte ich für wenig glaubhaft. Naja, ich brauch mich ja auchnicht weiter darüber aufregen, Steinhagen hat ja ausreichend Spieler aus der I. Mannschaft runtergeholt, um nicht nur diese Spiel zu gewinnen, sondern auch aufzusteigen, insofern werde ich besagtem Jemand so schnell wohl nicht begegnen. Und damit freue ich mich das erste mal darüber, dass Steinhagen II aufgestiegen ist.

Das Spiel selbst verloren die Gadderbäumlinge, hauptsächlich auf Grund mangelnder Chancenverwertung und einiger eklatanter, individueller Fehler und weniger wegen der Leistung der Gastgeber, mit 2:5. Mehr fällt mir sonst dazu nicht mehr ein, hab ja auch nicht so viel davon gesehen. Die im Anschluss stattfindende (bzw. vielmehr die im Anschluss stattgefunden habende) Partie von Steinhagens I. Mannschaft im Stadion selbst war ehrlich gesagt ein ziemlicher Langweiler.

Letzter Spieltag, Heimspiel gegen SF Südwestfeld.

Tjoa, das wird eher ne Bildergeschichte. Bzw. um ehrlich zu sein, nur Bilder. Ohne Geschichte. Bin grad zu faul mir eine auszudenken, drum gibt’s hier jetzt eine kurze Auswahl an Fotos (keine Sorge, längst nicht alle) zu dem Spiel. Dabei handelt es sich um chronologisch sortierte Vorschaubildchen. Beim Anklicken eines solchen öffnet es sich in einem neuen Tab (Registerkarte) oder neuem Fenster (je nach Browsereinstellung). Dort lassen sich dann zu den einzelnen Bildern Kommentare abgeben (und, wer es formatfüllend braucht, dort kann man dann nochmal aufs Bild klicken, dann wird’s in Original-Größe angezeigt). Ach und vermutlich dauert das Laden der Bilder hier und da ein Eckchen, hab vergessen die Datengröße der Photos vorm Hochladen etwas runterzuschrauben, d.h. die sind so zwischen drei und sechs MB groß und mein blog-Server ist leider nicht der Allerschnellste (was keine Beschwerde sein soll, schließlich ist er ja für lau). Deshalb könnte es auch sein, dass hier und da anstelle eines Vorschaubildchens nur ein Link der Marke ‘img_zahl’ auftaucht… Nächstes Mal denk ich dann dran (Wobei euch das entgegenkommen sollte. Wenn ihr euch denn die Bilder Copyright- und Urheberrechtsverletzend runterladet, habt ihr sie wenigstens in vernünftiger Qualität^^). Bin mit der Darstellungsform ebenfalls noch nicht ganz zufrieden, hab aber grad keine Zeit mehr, das noch anders zu gestalten.

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So, das wär’s dann für heute. Bis Sonntag. Reinhaun!

28. Mai 2009

„Wir gehen gestärkt ins Unterhaus.“

Kurz vorweg, der Bericht zum Spiel SV Gadderbaum gegen TSV Amshausen II liegt bislang hier nur als Entwurf (Euphemismus, bislang sind’s nur so drei bis fünf Stichworte) irgendwo rum, hatte noch keine Zeit dazu was auszuformulieren. Werd’ ich bei Gelegenheit demnächst irgendwo mit einflechten, ging übrigens eins eins aus (aber das wisst ihr ja schon, habt ja schließlich mitgespielt).

In letzter Zeit ist viel(¹) über einen gewissen Roland K. (welcher auch Urheber der gnadenlos schwachsinnigen Worte ist, die ich als Überschrift verwendet habe) geschrieben worden, mal polemisch, mal fundiert. Ich selbst habe mich bislang eines diesbezüglichen Kommentars enthalten (der zugegebenermaßen vermutlich eher polemisch denn fundiert gewesen wäre), zum einen weil ich ihm die (angebliche/offensichtliche) „schwarze Null“  der letzten Jahre hoch anrechne, zum anderen weil ich weder ausreichend Einblick in den Verein, noch Ahnung von Bau- und/oder Profisportfinanzierung habe, (und desweiteren ich die diskutierte Person nicht gut genug kenne,) um ein qualifiziertes Urteil über seine Arbeit abzugeben. Aber so langsam…

«…Arminias Schatzmeister Kentsch [antwortet] auf die Frage eines Radiojournalisten, ob er sich nach Arminias Niedergang auch selbst in Frage stelle, [...] „Ich verstehe Ihre Frage nicht“…» (Qelle: Kommentar „Schwarz-weiß-blauer Niedergang“ von Sven Stickling in der Online-Ausgabe der NW)

Kognitive Mängel? Oder doch eher Hybris? Und der heutige Kicker zitiert Rainer Störk, seineszeichens Berater von Rüdiger Kauf, welcher wiederum vor Kurzem fehlende Investitionen ins Team kritisiert hatte, mit den Worten:

«“Kentsch hat Kauf gedroht, dass er kein Spiel mehr für Arminia macht, wenn er nicht die Klappe hält!“» (kicker vom 28. Mai 2009, S.36)

Autokratische Selbstüberschätzung? Oder doch tatsächlich ‘ne Schieflage bei den kognitiven Kapazitäten…?

Wenn solche Sätze bei nem beliebigen Ruhrbgebietsklub fallen würden, ich tät mich königlich amüsieren… aber so… so gehen wir gestärkt ins Unterhaus. Na das kann ja heiter werden.

(¹) m.E. diesbezüglich lesenswert die Diskussion in den Kommentaren zum Artikel „Raum für eigene Notizen“ bei blog5, die Artikel „Arminia Bielefeld am Scheideweg“ und „Kentsch raus!“ nebst zugehöriger Kommentar-Diskussionen bei den blogboys und die Homepage der „Kritischen Arminen“

12. Mai 2009

Angucken, hingehen!

„NOCH EINMAL STÜRMT,

NOCH EINMAL, FREUNDE.

TRUMPFT AUF FÜR DIESE STADT!“

jaja, ich weiß, ich bin damit ganz schön spät dran, is aber wichtig. Außerdem ist heute Dienstag, d.h. bis Mittwochmittag (wird für den ein oder anderen später noch interessant) sind’s noch 24 Stunden, bis Mittwochabend sogar in etwa 31, das muss reichen.

Zunächst mal:

Angucken (YouTube). Motto ist also klar. Dann hier gucken (Arminia-Homepage, im „halbvierTV„-Fenster unter dem Titel „Noch einmal stürmt…“)

(„Schone deine Stimme“ ist hoffentlich bekannt, ansonsten dringend gucken! Der Link ist wieder youtube, weil ich halbvierTV nicht verlinken kann, dort ist das Filmchen aber auch zu finden (ganz unten). Und wenn ihr schon dabei seid, mein Lieblings-Filmchen über unsere schöne Alm am Besten auch gleich noch reinziehen (wieder youtube).)

[update: ich persönlich kann mir mein lieblingsfilmchen leider nicht mehr ansehen, bekomme ne youtube-meldung, dass das video in meinem land nicht verfügbar ist. könnte an meiner ip liegen, könnte auch was anderes sein, hoffe bei dem ein oder anderen geht's noch...]

Und jetzt, ganz wichtig, HINGEHEN!!! Und zwar hierhin, denn für das Heimspiel am Mittwochabend gegen SAP 357 v. Chr. Hoffenheim

„..wird der Block A1, der für gewöhnlich die stehenden Auswärtsfans beherbergt, in einen Heimblock gewandelt… Die Sonder-Tickets zum regulären Stehplatz-Preis von 10 Euro (8 Euro ermäßigt) sind vorerst bis Mittwochmittag im Vorverkauf erhältlich.“ (Quelle: Arminia-Homepage)

Damit das wieder so ne nette Stimmung wie gegen Stuttgart wird, isses ma besser, wenn’s wieder schön voll wird. Und jetzt kommt mir nicht mit Ausreden à la „Ich hab Training“ oder ähnlichem. Ich hab eigentlich nen Seminar inner Uni und lass mich davon auch nicht abhalten (und hoffe jetzt, dass nicht zufällig Herr Dr. S*****r aus irgendeinem Grund hier liest…)

Also, bis morgen Abend