Scha-la-lalala-laa!!

Gadderbaum kommt, Gadderbaum kommt…

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#18 (Nachholspiel) SV Gadderbaum – TuS Quelle 4:0

[Sparige Kurzvariante weil Zeitmangel]

So, gestern abend wurde im Sportpark (btw: selten schöner Euphemismus, wie ich finde) zu Gadderbaum die Partie gegen den TuS Quelle vom 18. Spieltag nachgeholt. In einer überwiegend ansprechenden Partie hatten die Gastgeber vom SV Gadderbaum keinerlei Probleme die nächsten drei Punkte einzufahren und siegten letztlich auch in der Höhe verdient mit 4:0 Toren.

Trainer Mühlenweg hatte nach dem deutlichen Sieg vom vergangenen Sonntag keinen Grund in der Formation etwas zu verändern, und so lief dieselbe Anfangsformation erneut auf (sprich: Sven – Henning, Dennis, Max, Serkan – Adnan, Luschi, Simon, Holle – Philipp – Tom). Der SVG war von Beginn um Spielkontrolle bemüht und eroberte sich zügig die Feldhoheit. Die Gäste vom TuS Quelle konnten den versierten und geschickt agierenden Gadderbäumlingen nur selten etwas entgegensetzen und kamen im Verlauf der Partie nur vereinzelt dazu, Angriffe vorzutragen.

Im Gegensatz dazu war der SVG fast permanent in Ballbesitz, spielte seine Angriffe zunächst aber nicht konsequent genug aus, bzw. ließ die letzte Konzentration vermissen (Abseits!). Die beiden Treffer der ersten Halbzeit fielen (daher nahezu folgerichtig) eigentlich aus Queller Ballbesitz. In der 15. Minute (in etwa) eroberte sich Holle auf dem linken Flügel in des Gegners Hälfte die Kugel, trieb das Leder Richtung Sechzehner und legte passgenau auf Stürmer Tom quer, der wenig Probleme hatte zur Führung einzuschieben. Wenig später verwies der Schiedsrichter der Partie den 10er der Gäste, offenbar wegen Meckerns, des Feldes. Fünf Minuten vor der Pause attackierte Philipp den ballführenden letzten Mann der Queller, gewann die Murmel und netzte zum verdienten 2:0 ein.

Nach dem Seitenwechsel machte sich Außenverteidiger Henning auf seiner linken Seite mit dem Ball auf den Weg in die gegnerische Hälfte und gab den Ball an Holle ab. Dieser verzögerte das Spiel bis Henning seinen Weg an der Linie weit genug fortgesetzt hatte um ihn mit einem in Timing und Präzision optimal gesetzten Pass in die Tiefe wieder einzusetzen (irgendwie hab ich an Holle aktuell ‘nen Narren gefressen, aber keine Sorge, das legt sich auch wieder). Wieder in Ballbesitz suchte und fand Henning im Strafraum Philipp, der seinen zweiten Treffer an diesem Tag erzielte. Den Schlusspunkt zum 4:0 setzte der eingewechselte Musti. Dennis setzte mit einem gekonnten und plazierten Diagonalball vom linken auf den rechten Flügel Adnan ein, der in die Box eindrang und Musti mustergültig bediente.

Alles in allem ein gutes, überlegen geführtes Spiel des SVG und ein souveräner und zu keinem Zeitpunkt gefährdeter Sieg ohne Gegentor.

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#19 TuS Langenheide – SV Gadderbaum 0:6

Die Sonne bemühte sich nach Kräften, aus einem strahlenden, wolkenlosen Himmel ihre wärmenden Gesandten auf den Langenheider Fußballplatz zu entsenden um den geneigten Freunden des Bielefelder Kreisligafußballs eine angenehme Atmosphäre zu schaffen, doch Ariel (der Luftgeist, nicht das Waschmittel) und seine Kollegen konterkarierten ihr (der Sonne ihr) Bemühen durch immensen Tatendrang. Will sagen, trotz ungetrübten Sonnenscheins sorgte der strenge und eisige Ostwind für Eiseskälte und es war definitiv kälter, als es aussah. Das wiederum sah auch mein Kaffe so, der innerhalb von Sekunden seinen Aggregatszustand von flüssig zu fest zu wechseln versuchte (btw: ich hab aus Versehen die Tasse mitgenommen, wenn wir tatsächlich wieder nicht aufsteigen, bring ich sie nächste Saison wieder mit, Ehrenwort). Zwecks Erfrierungsvermeidung galt es also die eigene Aufmerksamkeit vom Wind abzuwenden und vollständig auf das Geschehen auf dem grünen Rasen zu konzentrieren.
À pro pos grüner Rasen, zu dem in Langenheide fallen mir auf anhieb einige Anekdoten ein (eines von Roberts ersten Spielen als Innenverteidiger, neben Säge, noch unter Herberger, in dem sich der Ball nach nahezu jedem einzelnem Ballkontakt Roberts meterweit auf dem angrenzenden Acker wiederfand; ein (zugegebenermaßen windunterstütztes) 50m-Freistoßtor von Erdinc; der vielleicht netteste Torjubel eines Zuschauers meiner gesamten Groundhopper-Karriere), deren ausführliche Schilderung ich an dieser Stelle platzsparenderweise unterlasse, und zu seiner Beschaffenheit habe ich mich bisweilen auch schon geäußert. Ich komme an dieser Stelle nicht umhin, bezüglich dieser Thematik der Sammlung einen weiteren Eintrag hinzuzufügen, denn neuerdings (also für mich neuerdings, war seit dem Gastspiel in der letzten Saison nicht mehr dort gewesen) erstrahlt besagtes Geläuf wetterunabhängig jederzeit in saftigem Grün und lässt die charakteristischen erdbraunen Flecken vermissen. Ein weiterer Kunstrasenplatz, austauschbar und die atmosphärischen Impressionen, die man als Kreisliga-Sympathisant auf Auswärtsfahrten so machen kann, nivellierend (ich, der nie in die Bredouille kam und kommen wird, auf den zahlreichen, als Fußballfeld deklarierten Äckern der Kreisliga-Landgruppe dem runden (nicht mehr) Leder zu einem Bewegungsmuster zu verhelfen, welches dem eines Fußballspiels ähnelt, erfreue mich stets an den jeweiligen Eigenheiten besagter Plätze (ohne die Bespielbarkeit in meine Beurteilung mit einbeziehen zu müssen) und habe ob der zahlreichen, variierenden Ausprägungen der Spielflächen (Ascheplätze mit einwachsendem Rasen (Bollbrinker bspw.), Rasenplätze mit lediglich partiellem (und äußerst leidlichem) Grasbewuchs (zahlreiche Nachweise), Mischformen mit Ascheboden innen und Rasen auf den Flanken (der Platz von Eintracht) und viele andere Variationen mehr) einen (zumindest ästhetischen) Mehrwert, der verlorengehen wird, wenn in Zukunft alle Felder mit einfarbigem Kunstrasen überzogen sein werden), der dafür aber stets gut bespielbar und selbst zu keiner Zeit durch seine Beschaffenheit auf das auf ihm stattfindende Spiel Einfluss zu nehmen in der Lage ist (was die Chance auf ästhetischen Gewinn bei Betrachten eines Spiels deutlich erhöht). Kurz: ein optisch reizarmes Geläuf, auf dem jedoch gepflegtes Gebolze (grundsätzlich) möglich ist.
Den Beweis dieser These führten am vergangenen Sonntag die Dreesgen-Dribbler vom SV Gadderbaum, indem sie den Zuschauern besagtes (zumindest überwiegend) gepflegtes Gebolze präsentierten (wobei die Gadderbäumlinge sich zwecks dreifachem Punktgewinns um „guten“ Fußball bemühten, während sie der Beweis der Bespielbarkeit des Geläufs, den sie nebenbei gleich mitlieferten, maximal peripher tangierte. Wenn er ihnen nicht gar (und davon ist auszugehen) vollkommen Wumpe war).
Der SVG trat mit der Elf an, die sich in meinen (unbeendeten und deshalb noch unveröffentlichten) Hinrundenbetrachtungen als Stammformation herauskristallisiert hatte (mitAusnahme der Stürmerposition vielleicht), d.h. mit Sven im Tor, Max und Dennis in der Innenverteidigung und Henning (links) und Serkan (rechts) auf den Ausßenpositionen der Vierekette. Im 5er Mittelfeld agierten Simon und Luschi als Doppel-Sechs, Holle und Adnan besetzten die Flügel (Festlegungen bei den beiden auf die rechte oder linke Flanke unterlasse ich, da beide auch schon mal die Seiten wechseln. Nach welchem System hab ich noch nicht raus) und Flip gab den Zentral-Offensiven (wie bereits mal angedeutet ein 10er mit Tendenz zur 9 1/2). Soweit entspricht das exakt jener Aufstellung, die sich bei Betrachtung sämtlicher Hinrunden-Startformationen ergibt (was mich zu der kühnen Behauptung veranlasst, dies sei die Stammformation), lediglich in der Sturmspitze hätte der geneigte Hinrundenanalyst Clemens erwartet, der geneigte Sympathisant konnte aber durch die Aufstellung von Tom an Clemens’ Stelle (der ohnehin abwesend war) keinerlei Qualitätsverlust ausmachen.
Das Gepflegte im Gebolze hatte zunächst noch so seine Schwierigkeiten, sich durchzusetzen, die Anfangsphase holperte noch ein wenig dahin, zudem gestattete der SVG dem Gastgeber TuS Langenheide die erste Sechzehner-Situation (ohne dass sich daraus jedoch eine zwingende Torchance ergeben hätte). In den ersten Minuten der Partie bemüte sich der SVG, kleinere Unstimmigkeiten in der Abstimmung (die sich möglicherweise durch die Spielabstinenz der vergangenen Wochen (Winterpause) ergeben hatten) zu korrigieren, der aufmerksame Beobachter konnte vergleichsweise viel, sehr konstruktive Kommunikation unter den Gadderbäumlingen registrieren, mit Hilfe derer innerhalb einer knappen Viertelstunde (so in etwa) die Organisation auf dem Platz optimiert wurde und die endgültige Feldaufteilung im Sinne der Aufgabenstellung justiert wurde (sprich: kontrahentensensitive Positionsoptimierung; die Aufteilung finden, mit der dem Gegner am effizientesten begegnet werden kann). Nach dieser Anfangsviertelstunde dominierte der Gast den Ball und damit das Spielgeschehen und begann konstruktiv Kombinationen zu kreieren. Fehlte diesen zunächst noch die richtige Fluidität und die notwendige Präzision, gelangen sie nach und nach immer besser. Exemplarische für diese Progression des Passspiels seien an dieser Stelle mal flugs Holles feine Füßchen verwendet (keine Sorge, du bekommst sie danach wieder). Fiel das 1:0 nach circa 25 Minuten durch das Gerstenkaltschalengewächs noch nach einer vergleichsweise simplen (deswegen aber keinesfalls schlechten) Standardkombination  von Seite eins des Playbooks (Ball vom IV (oder 6er? weiß ich nicht mehr so genau, kommt aber auf’s Selbe raus) auf die entgegenkommende (Halb-)Außenposition (in dem Falle Holle), welche das Leder in die zentrale Mittelfeldposition (Flip) tropfen lässt), bei der Holles Fuß „nur“ Bande spielen musste und die für den Torerfolg noch auf die Einzleleistung des Schützen angewiesen war, waren die Spielzüge in der zweiten Hälfte über den linken Flügel ‘ne ganze Ecke versierter, Holles Pässe von feiner Präzision und termingerechtem Timing und die Kombinationen derart gut gespielt, dass der tatsächliche Torabschluss keines besonderen Aufwands mehr bedurfte, der Torerfolg Formsache wurde und quasi zwangsläufig aus dem Spielzug folgte (sprich: so gut kombiniert, dass der letzte, torbringende Kontakt nicht mehr bedurfte, als dem Ball eine Bande zu bieten). Man erinnere sich an die beiden Treffer von Tom zum (ich glaube) vier und fünf zu null. Sehr hübsch anzusehen (ästhetischer Mehrwert und so).
Die Konzentration der Berichterstattung auf die linke Seite ist der Stehposition des Autors geschuldet und soll keine Wertung gegenüber dem rechten Flügel oder dem Zentrum implizieren, sondern hat mir nur als Beispiel gedient. Ähnliches wird sich auch auf Adnans Seite zugetragen haben.
So marum marum kamen auf diese oder ähnliche Weise eine handvoll Treffer zusammen, ohne das die Gadderbaumer Defensive ernsthaft in Bedrängnis geraten wäre, so das für den Trainer Zeit und Gelgenheit bestand, eine weitere Ausrichtung zu testen. Tom, Flip und Serkan verliessen das Feld und wurden durch Musti, Sinan und Robin ersetzt. Dem aufmerksamen Leser und Kenner der Gadderbäumlinge fällt augenblicklich auf, das damit neben den zwei Offensivpositionen zwar auch ein Außenverteidiger aus-, jedoch nur Offensivspieler eingewechselt worden sind. Trotzdem rückte keiner aus dem Mittelfeld nach hinten, in der Folge agierten die Dreesgen-Dribbler in einem 3-5-2-System mit Sinan auf der 10 und Robin und Musti im Sturm. (Interessant zu beobachten, allerdings bin ich mir nicht sicher, inwieweit die in den letzten (ich glaub es waren) zwanzig Minuten gewonnen Erkenntnisse belastbar und aufschlussreich sind, denn der Gegner aus Langenheide war (ohne ihnen zu Nahe treten zu wollen) zu diesem Zeitpunkt bereits (längst) geschlagen. Man kann aber auch spekulieren, dass man sich auf der Gadderbaumer Bank ob der Wirksamkeit des 3-5-2 noch nicht sicher ist. Dann wäre es grob fahrlässig, diese Formation unter Normalbedingungen zu testen, und man muss sinvollerweise mit den nicht ganz so zahlreichen Erkenntnissen aus einem Test unter erleichterten Bedingungen vorlieb nehmen.)
Letztlich stand beim Abpfiff ein 6:0-Auswärtsieg (Torschützen: dreimal Philipp, zweimal Tom und einmal Robin, in genau der Reihenfolge) auf dem Spielberichtsbogen und der Autor bemühte sich nach Kräften wieder Gefühl in seine erfrorenen Finger zu bekommen. Mal abgesehen vom eisigen Wind, ein gelungener Auftakt in die Rückserie, vor allem weil die beiden ärgsten Verfolger beide nicht dreifach punkten konnte. Nu aber hurtig weiter in den nächsten Artikel, das nachgeholte Spiel gegen Quelle hat gestern abend stattgefunden (und Sonntag steht schon die nächste Partie an).

cinco

Fünf Stück im el clasico¹! Das is ma’ ‘n Brett! Barcelona schickt Madrid mit 5:0 nach Hause.

¹ Ich hoffe die verwendeten Vokabeln sind wenigstens ansatzweise richtig, kann leider kein Wort Spanisch… Jaîme? Anyone?
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Wie sieht es mit unseren Tipps aus?????

Manni stellt die Frage der Stunde und zeigt uns schonmal, wie seine aussehen:

SV Gadderbaum SC Hicret 2:1 Schwer, schwerer, am schwierigsten….wir sind und bleiben das Team der Stunde…

TuS 08 Senne 1 TFC Werther 2:1 Senne packt das, nach so vielen Niederlagen in Folge gewinnen die heute

SG Oesterweg TSV Amshausen II 2:2 Wenn man die HEIMTABELLE bzw. die AUSWÄRTSTABELLE betrachtet und die Form beider Mannschaften dazu addiert, kommt es zu diesem Ergebnis….

Da will ich (ganz) schnell (keine Zeit, keine Zeit, ich komm’ mir vor wie das Karnickel aus Alice’ Wunderland) meine Prognosen absondern:

SVG – SC Hicret, sehe ich genau wie Manni, 2:1. Senne – TFC 1:2, SG Oe – TSV A 1:1.

Wünsche ein gutes Spiel, reinhaun

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weltweit vertreten

falls jemand von euch zufällig mal in new york ‘ne reparatur braucht, kein problem, kommt einfach vorbei. (Picture: gloBus)

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Wichser Adnan, Fußballromantik und vor allem: „we refuse to loose!“

Hmpf, ich erlebe die vielleicht beste, zumindest an den Punkten gemessen erfolgreichste Saison meiner Dreesgen-Karriere, und im Blog spiegelt sich das in der (quantitativ) schwächsten Berichterstattung ever wieder (was, wenn man es durchdenkt, in gewisser Weise logisch, aber nichts desto trotz umso bedauerlicher ist). Mein letzter Spielbericht ist vom fünften Spieltag (bzw., in Punkten gemessen, beschreibt die Punkte 13, 14 und 15), Sonntag steht das Spitzenspiel gegen Hicret (um die Punkte 34 bis 36) an, und meine Chronistenpflicht gebietet es mir, mindestens die in manuskriptform vorliegenden Berichte der anderen Partien kurz nachzureichen. (das wird möglicherweise etwas konfus (noch konfuser als sonst), da keiner der folgenden Texte bislang fertig ist. Manche sind angefangen, manche noch überhaupt nicht existent, aber um meiner Freude (und ja, meinem Stolz) über die Leistung der Gadderbäumlinge in dieser Saison Ausdruck zu verleihen, will ich doch wenigstens die angefangenen Berichte (die vermutlich sehr abrupt enden werden, weil nie wirklich beendet worden) abtippen und veröffentlichen)

Spieltag 6 (Punkte 16, 17 und 18)

Klarer 3:0-Heimsieg gegen die SG Oesterweg, finde keine eigenen Notizen zu der Partie, verweise deswegen auf den Bericht vom Kollegen Manni Binz.

Spieltag 7 (19, 20, 21)

3:0-Auswärtsieg bei Amshausen II, den ich nicht gesehen habe, nachzulesen wiederum nebenan.

Spieltag 8 (22, 23, 24)

Spitzenspiel, du Wichser!

Auch die Sonne mochte sich, so schien es, diese Partie nicht entgehen lassen, und so entsendete sie zahlreiche ihrer warmen Gesandten ins „Stadion Dreesgen“, dass sie ihr berichten mögen vom Aufeinandertreffen des noch immer verlustpunktfreien (*1) Tabellenführers gegen den dato drittplazierten der Bielefelder Kreisliga B, Staffel 2. Die geneigten Betrachter freuten sich ob der Anwesenheit der sonnigen Gesandten, genossen die Auftaktveranstaltung zur Abschiedstournee des Sommers v.10 und sahen ein für ligaverhältnisse verdammt gutes Fußballspiel. Im Aufeinandertreffen zweier starker Teams bemühte sich der SV Gadderbaum zunächst durch Ordnung Ballbesitz und damit Spielkontrolle zu generieren, die Gäste vom TFC Werther antworteten mit disziplinierter Laufbereitschaft, Intensität und Aggressivität (im positiven Sinne des Wortes) sowie individueller Klasse (der 7er (?) bestach durch sehr viel Ruhe am Ball, Spielkontrolle und Übersicht, der 10er präsentierte (auf diesem Niveau nur selten zu bestaunende und großartige) Ballkontrolle und nahezu in jeder Situation durch gekonnten „first touch“ beeindruckend gute „touch direction“ (wie sagt man das gleich noch in der deutschen Fußball-Fachterminologie? (*2)).

In einer weitestgehend ausgeglichenen Anfangsphase trug der Gast aus Werther die vielversprechenderen Angriffe vor, aus einem dieser resultierte der Strafstoss zum 0:1. Die Gadderbäumlinge, die lange Zeit mit der Spielweise der Gäste nicht zu Recht kamen, ließen ihren anfänglichen Respekt glücklicherweise in der Kabine, überstanden eine kritische Minute nach dem Seitenwechsel und dominerten nahezu die gesamte zweite Hälfte, kamen zu mehreren Chancen und drei verdienten Treffern. Beide Teams, in der zweiten Hälfte aber vor allem der SVG, sorgten dafür, dass diese Auseinandersetzung nicht nur auf dem Papier ein Spitzenspiel war. Der geneigte Betrachter zumindest war der Meinung, tatsächlich ein spitzen Spiel gesehen zu haben. Ein klasse Kreisligakick, eine Partie, an der auch ein neutraler Zuschauer (der ich nicht bin), der sich erstmals in die Niederungen des Amateurfußballs begeben hätte, mehr Gefallen gefunden hätte, als an (sagenwirmal) Arminia – Aue (möchte ich zumindest unterstellen). Vielleicht nicht die beste Vorstellung der Dreesgen-Dribbler seit langem (die gefallen mir (von einigen, kleinen Ausnahmen abgesehen) in dieser Saison ohnehin zumeist ausnehmend gut), aber als Partie an sich, als Spiel zweier Mannschaften schon eine ziemlich sehenswerte Vorstellung. (Noch nicht ganz auf dem Niveau der (zumindest bei mir legendären) Partie in Peckeloh vor zwei (?) Jahren (da war der Gegner noch hochkarätiger, was dem Spiel zu gute kam), aber nah dran (ich persönlich war ja ohnehin traurig, als der SC P II letztens aufgestiegen ist (auch wenn ich es ihnen gönne, war eh längst überfällig), da ich vor allem dort in hübscher Regelmäßigkeit die hochklassigsten unter den Kreisligapartien, die ich so besuche, zu sehen bekam. Da sorgten oftmals beide Mannschaften dafür, das Kreisliga nach ‘richtigem’ (sch…wort) Fußball aussah, im Ranking der besten Fußballspiele mit SVG-Beteiligung, die ich je gesehen habe,  sind zwei Niederlagen in Peckeloh ganz weit vorne mit dabei (eine mit Herberger, eine mit Ivan). Was dieser Exkurs hier soll? Mir gefällt die aktuelle Generation Gadderbäumlinge (in meiner Zählung Version 3.0.1) ausnehmend gut und Peckeloh erwies sich in der Vergangenheit stets als guter Gradmesser für fußballerische Qualität. Deshalb würde ich nur zu gerne sehen, ob es der momentanen Truppe gelingen würde, in einem solchen Duell zu bestehen…zurück zum aktuellen Geschehen)

Im Verlauf der zweiten Halbzeit, nachdem Dammi zunächst die Gästeführung egalisiert und Luschi per Foulelfmeter die Dreesgen-Dribbler in Führung gebracht hatte, dominierte der SVG das Spiel mehr und mehr, war aber trotz guter Gelegenheiten lange Zeit nicht in der Lage, die Überlegenheit auch auf die Anzeigetafel (den Spielberichtsbogen) zu bringen. Nachdem Innenverteidiger Dennis endlich doch die richtige Passgenauigkeit in seinem Fußgelenk gefunden hatte, mit dem er Rechtsaußen Adrian die Vorlage zum spielentscheidenden 3:1 lieferte, stürmte er froh (und erleichtert) auf den Torschützen zu, sprang diesem in die Arme und belegte ihn in seiner Euphorie mit einem Kosenamen, der in anderen Kontexten (und vor allem im Sprachgebrauch anderer Generationen, i.e. dem Sprachgebrauch des Schiedsrichters) als beleidigende Äußerung aufgefasst werden kann/wird (O-Ton: „Hast du den geilen Pass gesehen, du Wichser!“). Und auch obwohl diese Bezeichnung in keinem Falle beleidigend gemeint gewesen ist (eher im Gegenteil, man beachte zudem die inhaltliche/thematische Kongruenz von Adjektiv und Bezeichnung), verließ Dennis somit unmittelbar nach seiner (entscheidenden) Vorarbeit gezwungenermaßen (aber formal halt doch berechtigterweise) das Feld. Für den Ausgang der Partie war das glücklicherweise vergleichsweise belanglos. Erstens war mit dem dritten Treffer der Deckel drauf, und zweitens stellte sich einer der Gästekicker wenig später ebenfalls vom Feld und somit das zahlenmäßige Gleichgewicht wieder her. Das der TFC doch noch zum Anschlusstreffer in der Schlußminute kam, ist einer (krassen) Fehlentscheidung des Schiedsrichters zu verdanken, der nach einem Stürmerfoul an Max auf Elfmeter für den Stürmer entschied. Ein Witz, aber sei’s drum. Wie sagte schon Günteer so treffend: „alle sind glücklich, außer TFC!“

*1 ich bin fußballerisch vor der Einführung der 3-Punkte-Regel (zur Saison 95/96) sozialisiert worden, für die (sehr viel) jüngeren unter den Lesern, Verlustpunkte (hießen anders und) gab es bei Unentschieden (einen) oder Niederlagen (zwei), verlustpunktfrei soll demnach aussagen, dass besagtes Team nicht nur ungeschlagen, sondern zudem noch stets siegreich aus allen Partien hervorging
*2 der erste Ballkontakt (first touch) ist übrigens eine von diesen vielen Kleinigkeiten, denen man oftmals (vermutlich nicht zu Unrecht) nachsagt, sie machten den gewinnbringenden Unterschied aus. touch direction bezeichnet eigentlich nur, wo (im Verhältnis zum Gegenspieler) der Ball nach dem ersten Ballkontakt ist (klassischerweise das durch die Ballannahme schon Raum oder Zeit gegen den Gegenspieler gewonnen wird/wurde). Mir fehlt aber grad (weil Brett vorm Kopf) die prägnante deutsche Formulierung für diesen Vorgang, drum musste ich auf englisches Vokabular zurückgreifen

 

Spieltag 9 (25, 26, 27)

Es gibt (im Fußball) nichts langweiligeres als zweistelligen Siegen beizuwohnen (siehe zum Beispiel die Partie bei Türkiyemspor vor zwei Jahren), drum gibt’s zum 11:0 auf dem Bollbrinker gegen SUK Canlar III keinen Bericht, das ist echt zu öde…

Spieltag 10 (28, 29, 30)

ich übernehme einen Notizbucheintrag vom 18.10., der sich überwiegend mit der Partie gegen FC Türk Sport Steinhagen beschäftigt, leider aber nicht beendet worden ist… mal sehen wo das hinführt. Also:

18.10.2010, etwa 18 Uhr Haha, soeben ist mir (mal wieder) Erkenntnis zuteil geworden. Wikipedia ist romantisch. Vom Prinzip her, sagen wir: quasi. Jahaa, wer’s nicht glaubt, möge sich kurz die einhundertsoundsovielte Athenrom-Fraktur von Briegel (das 136. Athenäums-Fragment von Schlegel (welcher von beiden Schlegels ist an dieser Stelle zum Glück uninteressant)) zu Gemüte führen, dort springt einen diese Einsicht geradezu an (Wie? Dich nicht? Eigenartig…). Da ich im universitären Betrieb (leider) keinerlei Deutungshoheit besitze, bleibt Wiki vorerst was es ist (romantisch, aber keine zitierfähige Quelle) und ich widme mich nun wieder Bereichen, in denen mir qua Zuschauerschaft Deutungshoheit zugeschrieben wird (subjektive Beurteilung von gesehenen Fußballspielen), verweile aber noch für ein paar Momente in der Sphäre des Romantischen (allein schon der hübscheren Überleitung wegen). Eine Synthese aus den vorrangegangenen Sentenzen (Schlegel, Briegel) läuft inhaltlich auf ein, auf diesen Seiten bereits des Öfteren aufgetauchtes Phänomen hinaus, das Phänomen der Fußballromantik. Auch diesbezüglich wurde mir heute Wissen (oder zumindest neue Thesen) vermittelt (welches ich meiner andauernden Forschung auf diesem Gebiet wegen kurz rezitieren will):

„Wann das Zeitalter der Fußballromantik zu Ende ging, lässt sich heute nicht mehr eindeutig nachweisen. Renommierte Forscher streiten darüber, ob es in jenem Sommer 1874 geschah, als Samuel Widdowson den Schienbeinschoner erfand oder erst gegen Ende des 20. Jahrhundert, als sich Michael Sternkopf die Haare schneiden ließ. Heute gehören neben der Fußballromantik jedenfalls auch die Fußballsteinzeit (vgl. Erich Ribbeck) und die Fußballzukunft (vgl. Lars Ricken) der Vergangenheit an. Es gibt junge Menschen in diesem Land, die kennen quasi nichts anderes als die Gegenwart. Diese Gegenwart heißt Magathfußball.“ (Boris Herrmann, ‘Hängende Spitze’, Süddeutsche Zeitung vom 18.10.2010)

Und in dieser Gegenwart beobachte ich den Magathfußball Mühlenweg’scher Prägung (und so schnell kommt man aus dem 16./17. Jahrhundert von Schlegel durch die Romantik über Widdowson durch die Zukunft an Magath vorbei durch (*hüstel* naja) logischen Schluss zum SV Gadderbaum, wie klein die Welt doch ist): Kalt war’s geworden, erfreulicherweise aber empfing weiterhin der Dreesgen (und nicht der bei mir wenig beliebte Sportpark) fröhlich seine treuen Gäste, der FC Türk Sport aus Steinhagen hatte sich zum Gastspiel angekündigt. Der SVG, der im Bestreben bereits nach zehn Spieltagen 30 Punkte erzielt zu haben antrat, bemühte sich mit wilmKING Katze im Tor, Luschi und Max (IV) sowie Henning und Serkan (AV) in der Abwehrkette, Simon und Dammi in der Zentrale, Holle und Adrian auf den Außen, Robin in der Abteilung Attacke und Philipp drumherum und in bekannter taktischer Formation um die für dieses Unterfangen noch fehlenden drei Punkte. Zur Anfangsphase habe ich wenig zu sagen, zum einen, weil die Redation mit etwa zehnminütiger Verspätung am Platz eintraf, zum anderen, weil sie (die Red.) zum Zeitpunkt von Robins 1:0-Führungstor justamente in ein Gespräch über u.a. Enzensberger (Hans Magnus, den Philosophen, nicht Ingo, den österreichischen Jugendnationalspieler) vertieft war (jahaa, pseudo-intellektueller Gedankenaustausch hinterm Tor. Was das bringt? Nun, außer das man Tore verpasst wenig, trotzdem hatte es in besagtem Moment für mich durchaus Bewandtnis).

Dann folgt im Notizbuch nur noch ein in Moe-Steno geschriebener „Satz“, der sich ausformuliert ungefähr so liest: Der Gast versucht mitzuspielen und taktisch mitzuhalten, zeigt aber die im Gegensatz zum SVG weniger versierte Variante, Gadderbaum bekommt trotzdem (ähnlich wie am vergangenen Wochenende) keinen richtigen Zugriff auf das intensive Spiel. Wenn ich heute mich zurückzuerinnern versuche, scheint mir das für die erste Hälfte gar keine so unpassende Beschreibung. Beeindruckend war wieder einmal, mit welcher Ruhe dann die zweite Hälfte bestritten wurde. Ein bis zum Abpfiff (für Ligaverhältnisse enorm) hohes Maß an Ordnung, durch die zunächst Spielkontrolle, dann Ballbesitz und letzlich Feldvorteile und Torchancen generiert werden zieht sich in meiner Wahrnehmung als gewinnbringendes Leitmotiv durch die bisherige Saison (wenn man so will eine Unterkategorie von Magathfußball, der vanGaalfußball), und entschied auch diese Partie. Falls mich meine Erinnerung nicht trügt, war das 2:0 durch Philipp Resultat eines sehenswerten Angriffs über die linke Seite (vermutlich also über Holle), von denen noch einige mehr vorgetragen wurden (also sehenswerte Angriffe, nicht Tore). Den 3:0-Endstand stellte Tom her, ich kann mich aber beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wie… (falls jemand sich berufen fühlt, mir diesbezüglich auf die Sprünge zu helfen, immer gerne per Kommentar oder mail). Ich glaub da war dann noch irgendwas mit Clemens und einer ausgelassenen Großchance zum 4:0, den hat er aber absichtlich daneben gesetzt, um mir meinen korrekten Tipp nicht zu zerstören (also sag ich jetzt mal, stimmt natürlich nicht).

Spieltag 11 (31, 32, 33)

„We refuse to loose!“

las ich vergangenen Samstag während der Übertragung der Auseinandersetzung zwischen den beiden (bis Spielende) ungeschlagenen Teams von #6 LSU und #4 Auburn (wen es interessiert, nach der sehenswerten Partie war nur noch Auburn unbesiegt (24 : 17)) auf einem der zahlreichen Plakate (*1). Und während der geneigte Betrachter so im vorrübergehend einsetzenden Regenschauer in Sennestadt an der Seitenlinie stand und die Bemühungen der Gadderbäumlinge und der gastgebenden Kickers verfolgte, kam ihm dieses wieder in den Sinn. Diese Truppe weigert sich, zu verlieren. Mehr noch, sie verweigert beeindruckenderweise, überhaupt Punkte abzugeben, obwohl man (ich) sich in der Anfangsphase der zweiten Hälfte an der Seitenlinie (also an meiner, der der Bank gegenüberliegenden Seitenlinie) schon (mit Aleks Ristic) darauf geeinigt hatte, dass dieses Spiel doch arg nach Unentschieden (*2) riechen tät…

Als der Autor mit obligatorischer Verspätung (15 Minuten, das akademische Viertel, ich bin irgendwie doch zu sehr auf c.t.-Zeiten (für die althumanistisch gebildeten unter den Lesern: c.t. = cum tempore) getaktet, auch wenn ich eigentlich wissen sollte, dass Anpfiffszeiten stets s.t. sind (sine tempore)(*3)) den (bei mir) wenig beliebten Ascheplatz in Sennestadt (eigentlich war ich erst einmal dort, aber damals war’s Ar…kalt und der SVG hat 0:3 verloren) erreichte, versuchten sich beide Teams bereits seit etwa einer Viertelstunde aus einer geselligen sonntäglichen Zusammenkunft von 22 Kickern und einem Ball ein Fußballspiel zu generieren (was, gemessen an den bisherigen Auftritten des SVG in dieser Spielzeit, kaum einmal gelang). Die Dreesgen-Dribbler präsentierten im Verlauf der Partie etwas, das man vor einigen Jahren möglicherweise als „Rumpelfußball“ bezeichnet hätte. Erkennbare Organisation und Raumaufteilung (taktische Formation wie immer, namentlich siehe hier), im Umgang mit dem Ball letztlich aber zu unkonzentriert, so dass das dem Betrachter auf dem roten Rasen Gebotene eher wie (mehr oder weniger) gepflegtes Gebolze anmutete. Ob die ebenfalls eher dürftige wirkende Vorstellung der gastgebenden Kickers limitierten technischen Vorraussetzungen oder doch mangelnder Umsetzung/Nutzung von Fähigkeiten geschuldet war (sprich: ob die Vorstellung der Sennestädter deren Leistungsvermögen entsprach oder nicht), vermag ich mangels notwendiger Vergleichswerte nicht zu beurteilen, die Leistung der Elf des SVG lag über 90 Minuten unter den Möglichkeiten.

An solchen Tagen findet man sich zumeist mit einer Punkteteilung ab, oder besinnt sich für einen oder zwei Momente auf im Team vorhandener individueller Klasse und bedient sich dieser. Und da dieses Team „refuses to loose“ (any point), ergab sich eine dieser Einzelaktionen. Philipp erinnerte sich der Tatsache, dass seine Fähigkeiten dem bis dato Gebotenen (eigentlich) überlegen sind, durchquerte schnellen Schrittes mit Ball das Mittelfeld und beförderte das Kunstleder aus ca. 18 Metern mit einem platzierten Spannstoß unten links ins Eck. Und wo er nun schon einmal dabei war (Fußball zu spielen), entschied er wenig später durch seine Vorarbeit zum von Holle erzielten zweiten Treffer die Partie dann auch endgültig (zudem waren es dann auch des Halbstürmers Knochen, mit Hilfe derer sich einer der Kickers die rote Karte erwarb, indem er an Stelle des Balls des Gegenspielers (also Philipps) Huf hinfort drosch (den Feldverweis erachte ich als unstrittig, überrascht hat er mich, da nach meiner Beobachtung in dieser Liga derartiges Vergehen oftmals nur mit einer gelben Karte sanktioniert wird)).

Dass der Gästefänger dann Holle den Ball auch noch zum dritten Treffer auf die Füße warf, war eigentlich nur noch für Günteer von Bedeutung, da dieser seinen enormen Fußballsachverstand bewies („Günteer hat Ahnung“). A pro pos Günteer, ich schreib dir gleich mal ne mail mit meiner Handynummer, in der Hoffnung, dass du mich Sonntag über den Ausgang der Partie gegen Hicret informieren kannst, da ich bedauerlicherweise aus familieninternen Gründen dieser wegweisenden Partie nicht beiwohnen kann (ich hoffe, die mail-adresse, die du für deine Kommentare angegeben hast, ist korrekt). An alle anderen mein Rat (und meine Anweisung): refuse to loose!

*1 nebenbei bemerkt, bei College-Football-Spielen geht es mitunter ähnlich zu wie auf einem Osaka-Motel-Konzert (oder was auch immer heutzutage diesbezüglich angesagt ist, das Äquivalent aus meiner Zeit wäre bspw. eine auf einem Boot lebende Familienkapelle namens Kelly oder auch eine britische Tanztruppe namens Nimm Das (als Robbie Williams noch keinen Nachnamen hatte, zumindest nach meinem damaligen Kenntnissstand). Haufenweise kreischende Teenies (die so langsam dem Teenie-Alter entwachsen) mit farbenfrohen selbstgebastelten Plakaten, die mitunter zumeist wie schlecht gelungene Grundschulpoesiealbums-Collagen daherkommen. Allerdings ist, im krassen Gegensatz zu den angedeuteten Musikveranstaltungen hierzulande, das Frauen-Männer-Verhältnis in etwa fifty-fifty…
*2 Unentschieden sind im American Football seit gewissen Regeländerungen (NFL ’74, NCAA ’96) selten (vier in den letzten 20 Jahren in der NFL/regular season) bis unmöglich (College-Partien und Post-season-Spiele der NFL (Play-Offs) werden so lange (nach unterschiedlichen Regeln) verlängert, bis es einen Sieger gibt). Diese Fixierung auf entweder oder legt nahe, das in der amerikanischen Sicht der Dinge (oder des Sports), Unentschieden für beide Teilnehmer näher an einer Niederlage als an einem Sieg sind, ein Remis also unter ‘loose’ zu verbuchen wäre. In sofern scheint es mir legitim, in meiner Adaption auf Fußball ein Remis als Punktverlust und somit der Kategorie ‘loose’ zuzuordnen, will sagen, alles, was nicht gewonnen ist, ist verloren (loose), diese Elf refuses to loose in diesem erweiterten Sinne von loose)
*3 für die fleißigen Nicht-Studenten, in der Regel sind (fast) sämtliche Veranstaltungen im universitären Betrieb c.t. terminiert. D.h. wenn dein Seminar/Vorlesung/Kurs von acht bis zehn geht (haha, dann nimmste eh ein anderes) laut Vorlesungsverzeichnis von zwölf bis zwei stattfindet, geht’s tatsächlich um 12:15 Uhr los und hört um 13:45 auf. Ich bin nun schon etwas arg (manche meinen: zu) lange Student, dabei geht die minutiöse Pünktlichkeit vor die Hunde (wobei ich damit weder behaupten will, dass ich allzu oft denn auch um viertel nach tatsächlich schon im Raum/Hörsaal angekommen bin, noch das ich vor Beginn meines Studiums minutiöse Pünktlichkeit zu meinen Stärken hätte zählen können, aber ich verzettel mich grad mal wieder in unwichtigen und wenig interessanten Ausuferungen fußballferner Lapalien, drum hör ich damit besser auf (/edit: und drum hat der für die Veröffentlichung zuständige Redakteur aus ein paar der unzähligen eingeklammerten Unwichtigkeiten Fußnoten gemacht und sie aus dem Fließtext verbannt, damit letzterer zumindest leidlich leserlich bleibt, verdammt nochmal! Eigentlich hätte er den ganzen Schmonzes vollständig streichen sollen, verdammt nochmal, aber damit hätte er sich ja quasi ins eigene Knie geschossen./)

So, nun ist auch deutlich geworden, woran mein Zeilen-Output aktuell krankt (an brauchbaren Spielberichten), ich hoffe das ändert sich in den nächsten Wochen wieder (eigentlich hab ich mir extra zwei vermeintlich langweilige Seminare auf den Montag gelegt, um dann die Beobachtungen vom Wochenende ausformulieren zu können, nun haben diese sich aber zu meinem Ärger doch als relativ interessant herrausgestellt. Ich werd ne Ausgleichsveranstaltung finden). Ich verbleibe mit dem Motto der Woche:

We refuse to loose!

 

 

······························

das sind 30 (in Worten: dreißig !) Punkte. Nach zehn Spielen. Jungs (und Trainer und alle), ich find’ euch ziemlich geil!

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Überschrift

So, Sportschau ist durch, das heißt, morgen ist schon wieder Spieltag und dementsprechend wird es allerhöchste Zeit, die vergangene Fußballwoche kurz Revue passieren zu lassen und auf die kommende einen prüfenden Blick zu werfen (und zudem meinen Tipp für die dankenswerterweise von Manni eröffnete nächste Runde im Tippspiel abzugeben).

Es war einiges los, Zählen wir mal durch: zehn Treffer am Montag in einer abwechslungsreichen Zweitligapartie, ein suboptimaler Kopfballrückpass und ein umtriebiger Dribbelknirps am Dienstag, der Ewige aus der ewigen Stadt zu Besuch in München am Mittwoch, ein Dreierpack , Helmuts Elfer und ein Götze[n]bildnis am Donnerstag, wer Freitag Tore sehen wollte, orientierte sich an der Partie von Montag. Da war viel sehenswertes dabei, aber keine der genannten Auseinandersetzungen vermochte den geneigten Kreisligasympathisanten derartig zu begeistern, wie das Gastspiel des SV Gadderbaum beim TuS Senne am letzten Sonntag (by the way, bin ich der Einzige, dem neu war, das der Übungsleiter der letzten Rückserie in der aktuellen Spielzeit mit Doktortitel als Arzt fungiert? Man beachtet die Auflistung des Betreuerstabs…).

Die Gadderbäumlinge, die in bewährter Formation und bekanntem Personal antraten (Fänger, Groeni-Bros. IV, Henning & Serkan AV, Luschi & Simon DM, Holle & Adnan Außenläufer, vorne Philipp und Clemens), dominierten die Anfangsphase der umkämpften Partie, bereiteten mit ihren zahlreichen Torchancen jedoch lediglich Kopfschmerzen, zunächst im übertragenen Sinne dem Trainer, in der Folge auch im Wortsinn sich selbst (Philipp und sein Gegenspieler verwechselten nach einer Ecke jeweils das Leder mit dem Kopf des anderen). Im weiteren Verlauf entdeckten die Gastgeber die Möglichkeit, durch unbequemes Spiel den Dreesgen-Dribblern Spielanteile abzunehmen und nutzten dieselbe, um selbst ins Spiel zu finden.

Auch nach dem Seitenwechsel bemühten sich beide Teams um Tore, der SV technisch versierter und spielerisch etwas reifer, der TuS vermeintlich subtil aber erfolgreich. Mit dem Rückstand übernahmen die Gäste dann vollends die Spielkontrolle und trugen einen Angriff nach dem anderen vor, welche jedoch zunächst spätestens in den Händen des großartig aufgelegten Fängers der Senner endeten. Letzterer sorgte durch seine zahlreichen Paraden für Verzweiflung unter den mitgereisten Anhängern aus Gadderbaum, das konnte auch der Treffer von Holle, welcher den Ausgleich markierte, zunächst nicht ändern. Gadderbaum rannte weiter an und begdrängte auf der Jagd nach drei Punkten das gegnerische Tor doch die linearen Leibesübungen des legitimen Nachfolgers von Lew Jaschin limitierten im Trainerteam bereits den Glauben an den Fußballgott ehe Luschi in letzter Minute (aller-allerletzten Minute der Nachspielzeit) für Erlösung sorgte.

Mitreißende Nummer mit furiosem Finale, die Dramatik in den Schlußminuten erhöhte den Jubelfaktor immens (meinerseits die größte Jubelei seit langem), so gesehen ein großer Spaß.

Großen Spaß hat auch Günteer, wenn er sich selbst als Tabellenführer betrachten kann (ha! überragende Überleitung, wa?), was ihm hiermit gestattet ist. Nachdem am vorherigen Spieltag alle Spieler durch ihre Tipps auf zwei Punkte kamen, erobert Günteer diesmal mit seinem Tipp als einziger drei Punkte (Sieg und Gegentor richtig), ist somit Tagessieger und übernimmt die Tabellenführung. An zwei rangiert Manni Binz (dem ich auf Grund des mutigsten Tipps gegen Langenheide den damaligen Tagessieg verliehen habe) punktgleich vor moe, der Titelverteidiger und amtierende Dreesgenmeister dreesgenliebhaber schließt die Tabelle ab:

1. Günteer (5)

2. Manni Binz (4)

3. moe (4)

4. dreesgenliebhaber (3)

Die morgige Partie SV Gadderbaum gegen SG Oesterweg tippt Manni 2:2, der Autor bleibt optimistisch und tippt einen 3:1-Heimsieg auf dem Dreesgen (während er dann auf der Alm weilend ähnliches hoffen wird). Und sonst so?

Veröffentlicht in auswärts, saison 10/11, svg, Tippspiel. Tags: . 24 Kommentare »

SV Gadderbaum – TuS Langenheide

Sonniges Gemüt

Frohgemut und sonnigen Gemüts empfing der Dreesgen am vergangenen Sonntag zahlreiche Kreisligasympathisanten zur Partie des SV Gadderbaum gegen den TuS Langenheide. Im Verlaufe einer kurzweiligen Partie präsentierten sich die heimischen Dreesgen-Dribbler zwar als das technisch versiertere und über weite Strecken spielbestimmende Team, gaben dabei  aber den engagierten Gästen ausreichend Gelegenheit, der geneigten Zuschauerschaft ihr Können am Ball vorzuführen.

Nach furiosem Beginn mit zahlreichen hochkarätigen Torgelegenheiten (unter anderem Adrian, Luschi), aus denen vergleichsweise wenig zählbares resultierte (1:0 Holle), sparte es sich der ein oder andere Gadderbäumling im Gefühl den Gegner im Griff zu haben, den entscheidenden zusätzlichen Schritt zu machen, der die vorrangegangene Überlegenheit erst möglich gemacht hatte. Nach etwa einer halben Stunde nutzten die Gäste diesen Umstand aus, schalteten sich aktiv ins Spielgeschehen ein, erzielten den Ausgleich und gingen wenige Minuten später in Führung. Ob das nun dem Spielverlauf entsprach oder nicht, sei dahingestellt, doch wenn die aufgewendete Leistung dazu im Stande ist, Treffer zu generieren, kann von unverdienten Treffern nicht die Rede sein, folglich auch nicht von unverdienter Führung. Diese Beweise der Langenheider Fußballkunst enttarnten den besagten eingesparten Schritt als Verlustgeschäft, denn der nun notwendig gewordene Aufwand für die drei Punkte übertraf die vermeintliche Ersparnis bei Weitem. Letztlich musste jeder Einzelne, und vor allem der ein oder andere, unnötig viele Schritte mehr machen, als für die vollkommen verdienten drei Punkte vermutlich nötig gewesen wären (will sagen, die Ganze erste Hälfte mit der Intensität der ersten zwanzig Minuten hätte letztlich über neunzig Minuten vermutlich weniger Aufwand bedeutet als die gesehene Variante, die sich zwischenzeitlich durchaus als schwere Geburt erwies). Philipp sorgte nach vor dem Seitenwechsel für den Ausgleich und nach der Pause schraubten abermals Philipp und Robin das Ergebnis mit je zwei weiteren Treffern zum letztlich dem Spielgeschehen entsprechenden 6:2 in die Höhe.

Freistoss zum 3:2

Hmpf, kein schöner Bericht, ich komm heut’ nicht richtig in den, wiesagtman?, flow. Was soll’s, ich häng noch ein paar Bilder an, morgen gibt’s nen dreinull Auswärtssieg^^

Links an den Querbalken, oben ins Tor



Veröffentlicht in heimspiel, saison 10/11, svg. Tags: . 1 Kommentar »
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